Slowenien: Geschäftsbedingungen für Handel und Investition

Mangelnde Digitalisierung und Energieeffizienz bieten Chancen

Die Corona-Krise führt in Slowenien zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von rund sieben Prozent. Auch dank der getroffenen Maßnahmen der Regierung, erwarten Experten für das Jahr 2021 wieder einen Anstieg von gut vier Prozent. Das Vorkrisenniveau werde aber erst wieder in 2022 erreicht.

Aktuelles und Perspektiven

Slowenien-Wirtschaft-Digitalisierung

Aktuelle Informationen zu Corona in Slowenien, die für Unternehmen interessant sind, hat u.a. die AHK des Landes zusammengestellt. Weitere Ansprechpartner finden Sie in diesem Länderinfo.

 

Für den Wiederaufbau nach der Krise will die Regierung die Mittel auf folgende fünf Bereiche fokussieren: 

  • Übergang in eine nachhaltige, grüne Wirtschaft
  • Digitalisierung der Unternehmen
  • wissensbasierte Gesellschaft
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen
  • Tourismus und Kultur

Mit dem jüngsten Investitionsfördergesetz will die Regierung vor allem das Wachstum der Wertschöpfung pro Beschäftigten steigern. Verbesserungsbedarf sehen deutsche Unternehmen, die bereits in Slowenien aktiv sind, bei der Effizienz der öffentlichen Verwaltung allgemein und speziell der Steuerverwaltung. Ferner bei der Korruptionsbekämpfung, der Steuerbelastung sowie beim Zugang zu EU- und staatlichen Fördermitteln. Dies ergab eine Umfrage der AHK Slowenien. Chancen bieten u.a. erforderliche Investitionen in die Energieeffizienz. Die Arbeitnehmer in Slowenien gelten als gut qualifiziert, motiviert und mit einem ausgeprägten Qualitätsbewusstsein ausgestattet, so dass das Land für ausländische Direktinvestitionen interessant ist. 

Einen Kurzüberblick über ausgewählte Aspekte der Geschäftsbedingungen in Slowenien, insbesondere für mittelständische Unternehmen, bietet dieses Länderinfo.

Slowenien-Tourismus-Import

Auch wenn die Ex- und Importe im Corona-Jahr sanken, Slowenien und Deutschland unterhalten weiterhin enge Wirtschaftsbeziehungen. Im Jahr 2019 hatte Deutschland unter den Hauptabnehmerländern einen Anteil von knapp 19 Prozent und belegt damit Platz 1. Bei den Hauptlieferländern beträgt der Anteil knapp 15 Prozent, was ebenfalls den 1. Platz bedeutet. Die ausländischen Direktinvestitionen umfassen 2019 einen Bestand von gut 18 Milliarden US-Dollar, Deutschlands Anteil daran beträgt 8,5 Prozent, was den dritten Platz bedeutet. Spitze ist hier Österreich, das einen Anteil von fast 25 Prozent hat. 

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt für 2021 5,92 Euro/Stunde.

Für Hermes-Bürgschaften gibt es für Slowenien keine OECD-weit gültige Entgeltkategorie. Die Entgeltberechnung erfolgt anhand eines Markttests. Befristet bis 31. Dezember 2021 können Exportgeschäfte zu  kurzfristigen Zahlungsbedingungen (bis 24 Monate Kreditlaufzeit) abgesichert werden. Eine Risikoeinschätzung des Landes bietet Coface.

Slowenien hat 2,1 Millionen Einwohner und erwirtschaftete 2019 ein BIP pro Kopf von gut 23.000 EUR. Als positiv werden die Leistungsbereitschaft, die Produktivität sowie die günstige geografische Lage, die guten Kenntnisse der Märkte auf dem Westbalkan und die gut ausgebaute Straßeninfrastruktur von Investoren gesehen. Das Land grenzt an Italien, Kroatien, Österreich und Ungarn. Es gilt als interessanter Absatzmarkt für innovative und hochwertige Produkte.

Besondere Chancen bieten sich nach Angaben des Außenwirtschaftszentrums Bayern in den Bereichen Logistik aufgrund der zentralen Lage in Europa und der Infrastruktur, vor allem im Ausbau des Schienennetzes . Ferner bei energieeffizienten Technologien. Die Vielfalt des Landes ermöglicht eine Diversifizierung des Tourismus. Als stark bewaltetes Land bietet Slowenien zahlreiche Möglichkeiten im Bereich Holz und nachhaltiges Bauen. Bei der Abwasserbehandlung muss das Land noch aufholen. Ferner sollen Wasser- und Windenergie ausgebaut werden. 

  • Im Doing-Business-Report 2020 der Weltbank belegt Slowenien Platz 37 (Stand: Oktober 2019), Details hierzu finden Sie in dem Bericht.
  • Den 35. Platz hat Slowenien beim Korruptionswahrnehmungsindex von Tranxparency International inne (Stand: Januar 2021).
  • Zur Lage der Rechtsstaatlichkeit in Slowenien hat die EU-Kommission erstmals einen Bericht veröffentlicht (Stand: September 2020).
  • Platz 35 belegt Slowenien beim Global Competitiveness Index (2019) des Weltwirtschaftsforums (Stand: Oktober 2019).
  • In der Liste der unternehmerfreundlichsten Länder des Wirtschaftsmagazins Forbes belegt Slowenien Platz 31 (Stand: Dezember 2018).
  • Beim Global Innovation Index ist Slowenien auf Platz 32 zu finden (Stand: November 2020). 
  • Beim Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (Digital Economy and Society Index, DESI), mit dem die Digitalisierungsfortschritte der EU-Mitgliedstaaten verfolgt werden, liegt Slowenien auf Platz 16 (Stand: November 2020).
Slowenien-Investition-Gewerbe

Grundsätzlich können Deutsche unter den gleichen Bedingungen wie Slowenen ein Unternehmen in Slowenien gründen.

Ein Gewerberecht im deutschen Sinn gibt es in Slowenien nicht. Die Anforderungen zur Ausübung einer Tätigkeit sind in Einzelgesetzen geregelt, z. B. im Baugesetz. 

Bereits im Gründungsvertrag sollte die geplante Tätigkeit genau beschrieben werden, da eine Gesellschaft nur diese ausüben kann, die Nachmeldung einer Tätigkeit ist nicht ganz einfach, so das Außenwirtschaftszentrum Bayern.

Voraussetzungen für die Ausübung handwerklicher Tätigkeiten bietet die Internetseite der Handwerkskammer Slowenien. Informationen über Genehmigungen und Vorschriften liefert der slowenische Business Point.

 

Jeder EU-Bürger, der sich länger als drei Monate in Slowenien aufhält, muss eine Aufenthaltsgenehmigung einholen. Die polizeiliche Meldung hat jedoch innerhalb von drei Tagen bei der örtlich zuständigen Behörde zu erfolgen. Arbeiten EU-Bürger als entsandte Arbeitnehmer für eine deutsche Firma, benötigen sie keine Arbeitsgenehmigung. Bei einer Entsendung bis zu zwei Jahren bleibt die Sozialversicherungspflicht in Deutschland. Übersteigt die Entsendung diesen Zeitraum, dann kann es mit behördlicher Genehmigung eine Verlängerung bis zu fünf Jahren geben.

 

Zum 31. Januar 2015 traten geänderte Vorschriften über die Aufzeichnung von Kassenumsätzen in Kraft. Danach müssen steuerpflichtige Personen Kassenumsätze durch besondere elektronische Registrierkassen mitteilen. Steuerpflichtige Kleinunternehmer haben weiterhin die Möglichkeit, Rechnungen manuell auszustellen, dies muss allerdings mit vorgeschriebenen und vorgedruckten Formularen aus einem gebundenen Buch für die Buchhaltung erfolgen.

Einige Informationen zu Gegebenheiten im Geschäftsgebahren bietet die Internetseite Business Culture. Das Außenwirtschaftszentrum Bayern empfiehlt auf jeden Fall Slowenien NICHT als Balkan oder osteuropäischen Staat zu bezeichnen.

Für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen besteht eine Vignettenpflicht auf Autobahnen und Schnellstraßen, für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gibt es eine kilometerabhängige Maut.

Das Arbeitsrecht in Slowenien gilt als eines der arbeitnehmerfreundlichsten. Die Gewerkschaften gelten als stark und wenig kompromissbereit.

Das slowenische Gesellschaftsrecht kennt im Wesentlichen dieselben Unternehmensformen wie das deutsche Recht, wobei alle Gesellschaften, abgesehen vom selbstständigen Einzelunternehmer, den Status einer juristischen Person haben, so das AuWi Bayern. 

Slowenien-Unternehmen-Recht

Die mit Abstand beliebteste Unternehmensform ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die von mehr als 90 Prozent aller Unternehmen gewählt wird.

GmbH: Druzba z omejeno odgovornostjo (d.o.o.):
Das Mindestgründungskapital beträgt 7.500 EUR. Die Mindesteinlage eines jeden Gesellschafters beträgt 50 EUR. Vor der Registrierung müssen mindestens 25 Prozent der Bareinlage jedes Gesellschafters eingezahlt werden. Die Summe aller eingezahlten Einlagen muss mindestens EUR 7.500 betragen. Sacheinlagen müssen vor der Eintragung in voller Höhe geleistet werden. Die Gesellschaft kann von einem oder mehreren Gesellschaftern gegründet werden. Maximal darf sie 50 Gesellschafter haben. Die Haftung des Gesellschafters ist auf die Einlage beschränkt.

AG: delniska druzba (d.d.):
Das Mindestgründungskapital beträgt 25.000 EUR. Die Einlagen können in bar oder in Form von Sachleistungen erfolgen. Mindestens ein Drittel des Gründungskapitals muss in bar eingebracht werden. Mindestens 25 Prozent des Nennwerts der Anteile, die in bar zu leisten sind, müssen vor der Eintragung eingezahlt werden. Sacheinlagen müssen vor der Registrierung in voller Höhe erbracht werden. Die Gründung kann von einer oder mehreren Gründern erfolgen, es gibt keine Beschränkungen. Die Haftung des einzelnen Gesellschafters ist auf seine Einlage beschränkt.

OHG: druzba z neomejeno odgovornostjo (d.n.o.):
Sie besteht aus mindestens zwei Gesellschaftern, ein Mindestkapital ist nicht vorgesehen, die Gesellschafter haften mit ihrem gesamten Privatvermögen.

KG; komanditna druzba (k.d.):
Sie wird von mindestens zwei Gesellschaftern gegründet, von denen der Komplementär mit seinem gesamten Vermögen haftet und der Kommanditist nur mit seiner Einlage, dafür ist letzterer nicht zur Geschäftsführung berechtigt.

Einzelunternehmer: samostojni podjetnik (s.p.):
Er haftet mit seinem gesamten Privatvermögen, ein Mindestkapital ist nicht vorgesehen.

Weitere Informationen auf Englisch zur Unternehmensgründung und zu verschiedenen Unternehmensformen bietet die Investitioinsförderagentur des Landes.

Slowenien-Register-Gericht

Für alle Gesellschaftsformen gilt der Grundsatz der verpflichteten Eintragung in das slowenische Gerichtsregister (Sodni register).

Gesellschaften können unter bestimmten Voraussetzungen online über das staatliche Unternehmer-Portal „e-VEM“ (jetzt SPOT) registriert werden. 

Weitere Informationen zum Registrierungsprozedere finden Sie beim slowenischen Business Point. Dort finden Sie spezielle Infos über die Registrierung der verschiedenen Gesellschaftsformen. Auch die Investitionsförderagentur des Landes bietet einige Informationen zur Registrierung.

Der Körperschaftsteuersatz beträgt 19 Prozent. Dieser gilt für juristische Personen, die einer gewinnbringenden Tätigkeit nachgehen, also auch für Personengesellschaften.

Informationen und Formulare zum Eintrag in das Steuerregister bietet die Finanzverwaltung.

Slowenien-Unternehmen-Steuer
Slowenien-Geschäft-Steuer

Seit 1. Juli 2013 beträgt der reguläre Satz für die Mehrwertsteuer 22 Prozent und der ermäßigte Satz liegt bei 9,5 Prozent. Letzterer gilt beispielsweise für Nahrungsmittel. Seit dem 1. Januar 2020 gibt es einen besonders reduzierten Satz in Höhe von fünf Prozent für Bücher und Zeitungen, so Deloitte. 

Mit dem 7. Corona-Paket in Slowenien wurde für Medizinprodukte, die zur Covid-19-Bekämpfung  benötigt werden, eine Mehrwertsteuerbefreiung bis zum 31. Dezember 2022 eingeführt. 

Steuerpflichtige mit einem Jahresumsatz von höchstens 50.000 EUR (Agrarbetriebe bis 7.500 Euro) müssen sich nicht für die Mehrwertsteuer registrieren lassen, sie können es aber freiwillig tun.

Weitere Informationen zur Mehrwertsteuer bietet die Finanzverwaltung.

Zwischen der Republik Slowenien und der Bundesrepublik Deutschland wurde im Mai 2016 ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung geschlossen. Es trat im Dezember 2006 in Kraft. 

Slowenien-Geschäft-Grenze

Der Text des aktuellen DBA sowie ein Protokoll zur Änderung des Abkommens finden Sie beim Bundesfinanzministerium unter -> Themen -> Steuern -> Internationales Steuerrecht -> Staatenbezogene Informationen.

Slowenien-Euro

Das Devisenregime ist innerhalb der EU vollständig liberalisiert. Reisende, die in die EU einreisen oder aus ihr ausreisen und Barmittel von 10.000,- EUR oder mehr (oder den Gegenwert in anderen Währungen oder anderen leicht konvertiblen Werten wie auf Dritte ausgestellte Schecks) mit sich führen, haben diesen Betrag schriftlich und unaufgefordert beim Grenzzollamt des EU-Landes, in dem die Ein- oder Ausreise stattfindet, anzumelden.

Zwischen Unternehmen ist eine Barzahlung für gelieferte Waren oder Dienstleistungen nur bis zu einem Betrag von 420 Euro möglich.

Bürger der Europäischen Union (sowohl natürliche als auch juristische Personen) können in Slowenien Immobilien frei erwerben und stehen rechtlich auf einer Stufe mit slowenischen Personen. 

Slowenien-Erwerb-Real-Estate

Um die Suche nach einem Standort zu erleichtern, gibt es bei der Investitionsförderagentur ein entsprechendes Suchtool, mit dem man zum Beispiel nach einer bestimmten Größe oder Region suchen kann. 

Slowenien-Vergünstigungen

Als Anreiz für Investitionen kann die Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage reduziert werden, zum Beispiel:
- um bis zu 40 Prozent der Kosten für Investitionen in bestimmte Sachanlagen und/oder immaterielle Vermögenswerte
- um bis zu 100 Prozent der Kosten für Investitionen in inländische Forschung & Entwicklung. 

Ferner gibt es Vergünstigungen für die Beschäftigung von Arbeitslosen, die jünger als 26 oder älter als 55 Jahre sind und mindestens sechs Monate arbeitslos waren. Auch für die Beschäftigung von Behinderten gibt es finanzielle Erleichterungen.

Weitere Informationen zur Senkung der Steuerbemessungsgrundlage finden Sie auf Englisch bei der Investitionsförderagentur des Landes.

Wie alle Staaten der Europäischen Union erhält Slowenien Mittel aus den EU-Strukturfonds, die unter anderem zur unternehmensbezogenen Regional- und Arbeitsmarktentwicklung eingesetzt werden. Der westliche Teil des Landes gehört zu den entwickelteren, der östliche zu den weniger entwickelten Regionen.

Für die beiden EU-Strukturfonds Europäischer Fonds für die regionale Entwicklung (EFRE) und Europäischer Sozialfonds (ESF) gibt es eine Fördergebietskarte für Slowenien

Slowenien-Unternehmen-Förderung

Im Oktober 2014 haben Slowenien und die EU-Kommission die Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet, die die Strategie für den landesweiten Einsatz der europäischen Struktur- und Investitionsfonds beinhaltet

Die Partnerschaftsvereinbarung findet ihren Niederschlag in den Operationellen Programmen.

Zur Mittelstandsförderung kann Slowenien zudem Unterstützungen aus den EU-Programmen Cosme und Horizon landesweit einsetzen. Daneben werden Maßnahmen der Wirtschaftsförderung auch allein aus nationalen bzw. regionalen Haushaltsmitteln finanziert.

Die maximale Förderhöhe für Vorhaben in Slowenien wird je nach Region und Unternehmensgröße durch das EU-Beihilferecht bestimmt und begrenzt die Summe aller geldwerten Förderungen durch Staat, Region und Kommune. Solche Höchstförderquoten sind nicht gleichzusetzen mit der tatsächlichen Förderung, die aus einzelnen oder kombinierten Maßnahmen erwächst. Für den Unternehmer gilt daher:
- Wie hoch die tatsächliche Förderung ist, wird durch angebotene Programme definiert;
- Anträge auf Förderung sind an slowenische Stellen (wie nachfolgend angegeben) zu stellen.

Über die Genehmigung der Fördergebietskarte für die Förderperiode, die vom 1. Juli 2014 bis 31. Dezember 2020 gelten wird, hat die EU-Kommission eine Pressemitteilung veröffentlicht.

- allgemeine Investitionsförderung

Die slowenische Regierung hat zur Information über EU-Förderung im Land eine Internetseite eingerichtet. Auf diesen Internetseiten finden sich auch Hinweise auf die Förderung in der Periode 2021 bis 2027.

Ferner sollen verschiedene Maßnahmen auch der Förderung von ausländischen Direktinvestitionen dienen. Die Höhe der Förderung hängt u.a. von der Region ab, in die investiert werden soll.  Bei der Investitionsförderagentur des Landes finden sich auch Hinweise auf öffentliche Ausschreibungen.

Eine Übersicht über finanzielle und nicht-finanzielle Anreize für Unternehmen mit Links zu den zuständigen Stellen bietet der slowenische Business Point auf Englisch. 

 

- Mittelstandsförderung

Zur finanziellen Unterstützung von Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen gibt es beispielsweise günstige Kredite als Nachrangdarlehen und ergänzende Zuschüsse aus staatlichen und EU-Mitteln, sowie Angebote zur Existenzgründungsfinanzierung und Eigenkapitalfinanzierung. Ansprechpartner ist der Slovene Enterprise Fund (SEF, slowenisch: Podjetniski Sklad), der für diese Förderung auch auf Mittel des European Investment Fonds (EIF) und des Europäischen Regionalfonds (ERDF) zurückgreift. Die Zuteilung erfolgt in der Regel über Partnerbanken des SEF. 

Nicht-finanzielle Förderung bieten die Einrichtungen des Enterprise Europe Network. Sie arbeiten im Auftrag der EU und beraten vor allem mittelständische Unternehmen über EU-Fragen und grenzüberschreitende Kooperationsmöglichkeiten. Der EuropaService der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe kooperiert mit diesem Netzwerk. Die Partner des slowenischen Enterprise Europe Network sind in drei Städten zu finden.

 

- sonstige Förderangebote

Zur Förderung im Rahmen der regionalen Entwicklung gibt es den Slowenischen Regionalen Entwicklungsfonds.

Lokale Anreize: Gemeinden können unterschiedliche Anreizinstrumente anbieten, wie beispielsweise ein einfacher Zugang zu Industriegebieten, die Anbindung an die öffentliche Versorgung und die Befreiung von lokalen Steuern. Diese werden jedoch von Fall zu Fall verhandelt.

Informationen zur Förderung von grüner Energie sind zu finden beim Zentrum für die Förderung von erneuerbaren Energiequellen (Centre for renewable energysource, angesiedelt bei Borzen d.o.o.) unter -> Centre for RES.

Der slowenische Umweltfonds "Eko-Sklad" vergibt Darlehen z.B. für die Bereiche Energieeffizienz, Nutzung erneuerbarer Energien, Abfallverwertung und saubere Produktionsprozesse. 

 

Die Europäische Union unterstützt Unternehmen in Slowenien mit verschiedenen EU-Programmen, die Darlehen, Bürgschaften, Risikokapital und andere Formen der Eigenkapitalfinanzierung bereitstellen. Diese Finanzinstrumente werden von Finanzintermediären wie Banken, Risikokapitalfonds und anderen Finanzinstituten verwaltet. Ansprechpartner sind lokale Kreditinstitute. 

Die EFTA und Norwegen haben Finanzierungsmechanismen aufgelegt - aktuell geltend von 2014 bis 2021 - die Zuschüsse in einer Gesamthöhe von 2,8 Milliarden EUR, verteilt auf 15 Länder, ausgeben. Ziel der Zuschüsse ist die Anpassung der Wirtschaft und des institutionellen Gefüges an EU-Niveau. Thematisch im Vordergrund stehen Klima- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit und die gesellschaftliche Entwicklung z. B. in Fragen der Gleichberechtigung. Für Slowenien werden im o. g. Zeitraum 37,7 Millionen EUR zur Verfügung gestellt. 

Innerhalb der Förderagentur SPIRIT Slovenija, (Slovenian Public Agency for Entrepreneurship, Internationalisation, Foreign Investment and Technology)
agiert das InvestSlovenia Team als One-Stop-Shop.

SPIRIT Slovenija - Slovenian Public Agency for Entrepreneurship, Internationalisation, Foreign Investment and Technology
InvestSlovenia Team
Verovskova 60, 1000 Ljubljana, SLOVENIA
Tel.: +386 1 5891 870
E-Mail: invest@spiritslovenia.si, Internet: https://www.investslovenia.org/

Gospodarska zbornica Slovenije
Chamber of Commerce and Industry of Slovenia
Dimiceva ulica 13, 1000 Ljubljana, SLOVENIA
Tel.: +386 1 58 98 000
Fax: +386 1 58 98 100
E-Mail: info@gzs.si, Internet: https://www.gzs.si/

Die regionalen Kammern sind unter folgendem Link zu finden https://eng.gzs.si/vsebina/About-Us/Organisation/Branch-Associations-and-Regional-Chambers/Regional-Chambers.

Obrtno-podjetniška zbornica Slovenije
(Handwerkskammer Sloweniens)
Celovška cesta 71, 1000 Ljubljana, SLOVENIA
Tel.: +386 1 583 05 00
Fax: +386 1 505 43 73
E-Mail: info@ozs.si, Internet: http://wwwarhiv.ozs.si/deu/

Die einzelnen Handwerkskammern: http://wwwarhiv.ozs.si/deu/prispevek.asp?IDpm=1184

Botschaft der Republik Slowenien
Hausvogteiplatz 3 - 4, 10117 Berlin
Wirtschaftsabteilung
Tel.: 030 20 61 45 - 50
Fax: 030 20 61 45 - 70
Internet: http://berlin.embassy.si/index.php?id=21&L=2 
Ansprechpartner: Herr Jakob Brenčič, Gesandter, E-Mail: jakob.brencic@gov.si

Deutsch-Slowenische Industrie- und Handelskammer
Poljanski nasip 6, 1000 Ljubljana, SLOVENIA
Tel.: +386 1 252 88 60
E-Mail: ahk@ahkslo.si, Internet: https://slowenien.ahk.de/sl
Geschäftsführerin: Frau Gertrud Rantzen

Einen kurzen allgemeinen Einblick mit einer Reihe von Links zu Anlaufstellen in Deutschland und Slowenien bietet das Außenwirtschaftsportal Ixpos.

Germany Trade and Invest (gtai) stellt eine Vielzahl von Informationen zu Slowenien zur Verfügung.

Einen Leitfaden für Exporte nach Slowenien erstellt das Außenwirtschaftszentrum Bayern in Zusammenarbeit mit der Außenwirtschaft Österreich.

Informationen zu ausgewählten Branchen, veröffentlicht die Investitionsförderagentur des Landes.

Öffentliche Ausschreibungen aus Slowenien, die aufgrund ihres Umfangs europaweit publiziert werden, finden Sie bei TED (Tenders Electronic Daily).

Um Geschäftspartner in Slowenien zu finden, bietet Ihnen der EuropaService verschiedene Möglichkeiten an, die auf unseren Webseiten im Bereich Kooperationsservice vorgestellt werden. In der Rubrik Eurokontakte stehen beispielsweise anonymisierte Kurzprofile slowenischer Unternehmen, die auf der Suche nach Geschäftspartnern in Deutschland sind. Eine Auswahl internationaler Kooperationsbörsen/Unternehmerreisen findet sich im Bereich Unternehmertreffen und um sein eigenes Profil im Ausland zu veröffentlichen, gibt es die aktive Geschäftspartnersuche. Einzelheiten sind in unserem Leitfaden erläutert. Die Abläufe sind in einer Grafik übersichtlich dargestellt. Bei Fragen helfen wir gern weiter: E-Mail: europaservice@dsgv.de, Tel.: 0 30 20225-5798.

Ihre Sparkasse ist Ihr Ansprechpartner auch für alle Fragen rund um die Begleitung internationaler Geschäftsvorhaben in Slowenien. Sie greift für ein breites Informations- und Leistungsangebot auf eigene Kenntnisse, auf Verbundpartner wie den EuropaService, auf ein Netzwerk internationaler Partnerbanken und weitere Spezialisten der Sparkassen-Finanzgruppe zurück. Diese Partner bilden das internationale Netzwerk der Sparkassen-Finanzgruppe.

Hilfestellung, Beratung, Vor-Ort-Begleitung und die passenden Finanzprodukte für Ihr Vorhaben in Slowenien erhalten Sie aus einer Hand über Ihren Firmenkunden- oder Auslandsfachberater.

Falls Sie noch kein Kunde einer Sparkasse sind und Ihnen Ansprechpartner in Slowenien fehlen, wenden Sie sich einfach an den EuropaService. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Ihre Sparkasse vor Ort können Sie auch mit Hilfe der folgenden Internetadresse finden https://www.sparkasse.de/service/filialsuche.html.

© Diese Angaben haben wir mit größtmöglicher Sorgfalt aus vielen Quellen zusammen gestellt. Wegen der sich ständig weiter ändernden Rahmenbedingungen können wir jedoch für Vollständigkeit und Inhalt der Informationen keine Gewähr übernehmen. Komplette Bearbeitung: Stand Januar 2020. Wichtige Entwicklungen werden laufend eingearbeitet, ohne dass das Erstellungsdatum geändert wird. Die neueste pdf-Version des Länderinfo kann daher am besten jeweils aktuell von der Internetseite (https://europaservice.dsgv.de/laenderinfos/schweden-zypern/slowenien.html) generiert werden.

Diese Ausarbeitung oder Teile aus ihr dürfen ohne Erlaubnis des EuropaService der Sparkassen-Finanzgruppe nicht reproduziert werden. Zitate sind mit Nennung der Quelle gestattet. Die Weitergabe durch Institute der Sparkassen-Finanzgruppe an deren Kunden ist frei.

Iris Hemker
Länderinfos, Kooperationsservice


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