Serbien

Geschäftliche Rahmenbedingungen für Handel und Investition

Oberstes außenpolitisches Ziel der serbischen Regierung ist der Beitritt des Landes zur Europäischen Union.

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Serbien bemüht sich um wirtschaftlichen Aufschwung. Die Anwerbung ausländischer Direktinvestitionen soll hier Besserung bringen. Die mit guten Grundlagen ausgestatteten Fachkräfte sieht die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Belgrad als einen interessanten Standortfaktor für ausländische Investoren. Als Stärken des Landes gelten ferner die gute logistische Anbindung und wettbewerbsfähigke Lohnkosten. Zu den Branchen mit Wachstumschancen zählt zum Beispiel die Energiewirtschaft, zunehmend soll hier die Wasser- und Windkraft zum Einsatz kommen. Insbesondere im Bereich Biomasse schlummert noch großes Potenzial, so die Wirtschaftskammer Österreich. Nachholbedarf besteht zum Beispiel auch bei der Versorgung mit Trinkwasser swoie bei der Abwasser- und Abfallentsorgung. Problematisch bleiben weiterhin die Rechtssicherheit und die Korruption. Nach der jüngsten AHK-Umfrage würden aber 88 Prozent der teilnehmenden Unternehmen wieder in Serbien investieren.

Einen Kurzüberblick über ausgewählte Aspekte geschäftlicher Rahmenbedingungen in Serbien, insbesondere für mittelständische Unternehmen, bietet dieses Länderinfo.

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Serbiens Exporte nach Deutschland betrugen im Jahr 2018 knapp 2 Milliarden Euro, die Importe aus Deutschland beliefen sich auf rund 2,7 Milliarden Euro. Damit hat Deutschland einen Anteil von gut 13 Prozent bei den Hauptlieferländern und von fast 12 Prozent bei den Hauptabnehmerländern.

Serbien hat Grenzen zu acht Staaten: Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien, Kosovo, Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie Kroatien. Es ist Mitglied im Mitteleuropäischen Freihandelsabkommen Cefta. Darüber hinaus hat es nahezu ungehinderten Zugang zu Märkten der Efta, der Türkei und dem Binnenmarkt der Eurasischen Wirtschaftsunion. Ferner ist das Land EU-Beitrittskandidat (siehe Kapitel Beziehungen zur EU). Durch diese Abkommen profitieren Unternehmen im Land beim Außenhandel.

Als Stärken Serbiens sieht die AHK Serbien die relativ günstigen Lohnkosten sowie attraktive Steuersätze an. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt für das Jahr 2019 1,77 Euro/Stunde. Das Land gilt interessant als Fertigungsstandort für die Zulieferindustrie.

Die ausländischen Direktinvestitionen belaufen sich im Jahr 2017 auf einen Bestand von fast 42 Milliarden US-Dollar. Der Anteil Deutschlands an den ausländischen Direktinvestitionen in Serbien beträgt knapp fünf Prozent. Im Jahr 2016 waren rund 400 deutsche Unternehmen in Serbien engagiert.

Für Hermes-Bürgschaften gilt die Entgeltkategorie fünf. Informationen zur Wirtschaft und eine Risikoeinschätzung bietet Coface.

Serbien hat 7,0 Millionen Einwohner und erwirtschaftete im Jahr 2018 nach vorläufigen Angaben 50 Milliarden US-Dollar. Informationen zu Schlüsselindustrien in Serbien finden Sie bei der Entwicklungsagentur Serbiens (RAS).

Die Währung Serbiens ist der Dinar. Den Wechselkurs zum Euro finden Sie bei der Serbischen Nationalbank.

  • Im Doing-Business-Report 2019 der Weltbank belegt Serbien Platz 48 (Stand: Oktober 2018), Details hierzu finden Sie in dem Bericht.
  • Den 87. Platz hat das Land beim Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International inne (Stand: Januar 2019).
  • Platz 72 belegt das Land im Global Competitiveness Index des Weltwirtschaftsforums (Stand: Oktober 2019).
  • In der Liste der unternehmerfreundlichsten Länder des Wirtschaftsmagazins Forbes belegt Serbien Platz 56 (Stand: Dezember 2018).
  • Beim Global Innovation Index ist das Land auf Platz 57 zu finden (Stand: Juli 2019). 
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Das neue Gesetz über ausländische Investitionen (2015) verbrieft die volle Gleichstellung ausländischer und inländischer Investoren vor. Diverse staatliche Organe werden verpflichtet, Investoren aktiv zu unterstützen. 

Der ausländische Anleger hat Anspruch auf vollen Rechtsschutz und Rechtssicherheit hinsichtlich seiner Investition, so das Außenwirtschaftszentrum Bayern.

Es gilt das mit der SFR Jugoslawien geschlossene Investitionsschutzabkommen vom 10. Juli 1089, in Kraft seit 25. Oktober 1990. Nach eigenen Angaben arbeitet die Regierung daran, das Investitionsklima für ausländische Investoren zu verbessern.

Es gibt in Serbien kein Gewerberecht. Einzelvorschriften für Teilbereiche, werden oft in Form von Verordnungen erlassen.

Für EU-Bürger ist ein Aufenthalt bis zu 90 Tage ohne Visum möglich. Die Arbeitsaufnahme durch Ausländer in Serbien ist aufenthalts- und arbeitsgenehmigungspflichtig.

Zu Aufenthaltsgenehmigungen und zur Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit in Serbien finden sich Informationen bei der AHK Serbien.

Seit 1. Februar 2012 gilt das neue Gesetz über Wirtschaftsgesellschaften, es sieht folgende Gesellschaftsformen vor:

GmbH: Drustvo sa ogranicenom odgovornoscu (d.o.o.)
Das Mindestkapital beträgt seit 1. Februar 2012 100 serbische Dinar (circa 1 EUR). 

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Die Haftung ist auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt.
Die Einmann-Gesellschaft ist möglich, die Anzahl der Gesellschafter ist seit 1. Februar 2012 nicht mehr beschränkt. Sie ist die häufigste Unternehmensform.

AG: Akcionarsko drustvo (a.d.)
Das Mindestgrundkapital beträgt 3 Millionen serbische Dinar (circa 26.000 Euro). Das Gründungskapital kann in Form von Geld, Rechten oder Eigentumswerten, nicht aber in Form von Arbeit oder Dienstleistungen erbracht werden. Die Haftung ist auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt.

OHG: Ortacko drustvo (o.d.)
Die Gesellschafter einer offenen Gesellschaft haften sowohl persönlich als auch solidarisch und unbeschränkt für alle Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Teilhaber können zwei oder mehrere Personen sein. Es gibt kein gesetzlich vorgeschriebenes Mindestkapital.

KG: Komanditno drustvo (k.d.)
Die Kommanditgesellschaft besteht aus mindestens einem Komplementär und einem Kommanditisten. Der Komplementär haftet unbeschränkt für die Verbindlichkeiten der KG, der Kommanditist hingegen nur für die vereinbarte Einlage. Teilhaber können zwei oder mehrere natürliche Personen sein. Es gibt kein gesetzlich vorgeschriebenes Mindestkapital.

(ausländische) Zweigniederlassung: Ogranak
Sie tätigt Geschäfte im Namen und auf Rechnung des Unternehmens, ist keine juristische Person, sie wird als ständige Geschäftseinheit der Muttergesellschaft gesehen und wird von ihr verwaltet. Die Ogranak muss registriert werden, wenn es sich um eine Zweigniederlassung einer ausländischen Handelsgesellschaft handelt.

Repräsentanz: Predstavnistvo
Sie darf keine geschäftliche Tätigkeit verrichten, sie ist ein vom ausländischen Gründungsunternehmen ausgesonderter Teil, sie ist keine juristische Person.

Betrieb eines Gewerbes bzw. Eröffnung eines Handwerkbetriebs (Preduzetnik, pr)
Er wird von einer natürlichen Person gegründet, diese haftet mit ihrem Privatvermögen. Das Unternehmen ist in das Register der Gewerbetreibenden bei der Handelsregisteragentur einzutragen.

Details zu den Gesellschaftsformen sind bei der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer zu finden.

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Die Registrierung erfolgt bei der serbischen „Agentur für die Registrierung von Unternehmen“ (Serbian Business Registers Agency). Firmenregistrierungen sollen laut der serbischen Entwicklungsagentur RSA innerhalb von drei Tagen ab Antragstellung vollzogen werden. 

Insgesamt soll die Prozedur der Unternehmensgründung sieben Arbeitstage (Bankkonto, Steuerbehörde) dauern. Informationen über die Gebühren finden Sie bei der Registrierungsagentur.

Serbian Business Registers Agency (Agencija za privredne registre (APR)
Brankova 25, 11000 BELGRAD, SERBIEN
Tel.: +381 11 20 23 350
Fax: +381 11 33 31 410
E-Mail: info@apr.gov.rs, Internet: https://apr.gov.rs/home.1435.html

Im Dezember 2012 verabschiedete das serbische Parlament die Erhöhung des einheitlichen Körperschaftsteuersatzes auf 15 Prozent (zuvor zehn Prozent).

Die Bemessungsgrundlage wird durch den handelsrechtlichen Gewinn ermittelt, der sich nach den IFRS richtet.

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Der Normalsteuersatz beträgt seit Oktober 2012 20 Prozent. Der ermäßigte Steuersatz beläuft sich seit 1. Januar 2014 auf zehn Prozent. Der niedrigere Mehrwertsteuersatz gilt für Grundnahrungsmittel wie Milch- und Brotprodukte, Tageszeitungen und Lehrbücher. 

Gänzlich steuerbefreit, ohne das Recht auf Vorsteuerabzug, sind unter anderem Banktransaktionen und Bankdienstleistungen, Umsätze mit Grund und Boden sowie die Miete von Wohnungen und Geschäftslokalen.

Der Schwellenwert für die Mehrwertsteuer-Registrierung liegt bei einem Jahresumsatz von acht Millionen Serbische Dinar. Kleine Unternehmen mit einem Umsatz unter acht Millionen können sich aber freiwillig anmelden.

Zwischen Deutschland und Serbien gilt das DBA vom 26. März 1987 (BGBl. 1988 II, S. 744), in Kraft seit 1. Januar 1989 mit Jugoslawien weiter. Der Text des BA ist beim Bundesfinanzministerium zu finden unter -> Themen -> Steuern -> Internationales Steuerrecht -> Staatenbezogene Informationen.

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Die Währung des Landes ist der Dinar (RSD). Den aktuelle Wechselkurs zum Euro finden Sie bei der Serbischen Nationalbank.

Ausländische natürliche Personen können laut AHK Bargeld bis 10.000 Euro frei nach Serbien mitnehmen.

Für höhere Summen besteht eine Anmeldepflicht bei der Grenzzollstelle. Dieses Bargeld kann dann wieder ausgeführt werden, unter Vorzeige-Pflicht des Anmeldescheins. Der Euro gilt als wichtigste ausländische Währung in Serbien. Der Euro hat einen Anteil von 60 Prozent am Bargeldumlauf in Serbien.

Mehr Informationen zum Devisenrecht finden Sie bei der AHK Serbien.

Im Juli 2015 ist das Gesetz über die Neuordnung der Nutzung von Baugrund vom Parlament verabschiedet worden. Dieses Gesetz ermöglicht Grundstücksbesitzern, gegen Zahlung einer Gebühr, das bisher (einzig mögliche) Nutzungsrecht an einem Grundstück in Eigentum umzuwandeln. 

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Eine Übersicht über die Freizonen in Serbien ist beim serbischen Finanzministerium zu finden

Angebote für Gewerbegrundstücke, sowohl Green- als auch Brownfield, finden Sie in einer Datenbank auf der Website der Entwicklungsagentur.

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Serbien hat seit 1. März 2012 offiziell den Status eines Beitrittskandidaten erreicht. Ein formeller Antrag auf EU-Mitgliedschaft wurde am 22. Dezember 2009 gestellt. Am 1. September 2013 trat das Stablisierungs- und Assozierungsabkommen der EU mit Serbien in Kraft. 

Durch ein Überbrückungsabkommen haben die meisten Gemeinschaftswaren zollfreien Zugang, allerdings unter strenger Herkunftsprüfung durch die serbischen Zollbehörden. Die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen Serbiens kommentiert die EU in einem jährlichen Fortschrittsbericht.

Im Dezember 2015 billigten die EU-Mitgliedsstaaten die Eröffnung der ersten beiden von insgesamt 35 Verhandlungskapitel. Hierbei handelt es sich um das Kapitel 32 zur Finanzkontrolle und das Kapitel 35 zur Normalisierung der Beziehungen zum Kosovo. Im Juli 2016 wurden die Kapitel 23 Justiz und Grundrechte sowie Kapitel 24 Sicherheit, Freiheit und Recht eröffnet. Im Dezember 2016 wurden die Kapitel 5 Öffentliches Auftragswesen und 25 Wissenschaft und Forschung eröffnet. Im Februar 2017 wurden die Kapitel 20 Unternehmens- und Industriepolitik und 26 Bildung und Kultur eröffnet. Im Juni 2017 kamen die Kapitel 7 Schutz geistiger Eigentumrechte und 29 Zollunion hinzu. Im Dezember 2017 wurden die Kapitel 6 Gesellschaftsrecht und 30 Beziehungen nach außen eröffnet. Im Juni 2018 wurden die Kapitel 33 Finanz- und Haushaltsbestimmungen und 13 Fischerei begonnen und im Dezember 2018 waren es die Kapitel 17 Wirtschafts- und Währungspolitik und 18 Statistiken. Damit sind nun 16 von 35 Verhandlungskapitel eröffnet, von denen zwei (Nummer 25 und 26) vorläufig abgeschlossen sind.

Als problematisch gilt weiterhin die Normalisierung der Beziehungen zum Kosovo, deren Unabhängigkeit bislang von Serbien nicht anerkannt wird.

Die EU-Kommission veröffentlicht regelmäßig einen Bericht zum Erweiterungsprozess in Serbien.

Mitte Juni 2014 hat Serbien als erstes Nicht-EU-Land das Abkommen über Kreatives Europa unterzeichnet. Es bietet Finanzhilfen für transnationale Kooperationsprojekte für Organisationen in der Kultur- und Kreativbranche.

Im Juli 2014 hat Serbien sich dem neuen Forschungs- und Innovationsprogramm der EU "Horizont 2020" angeschlossen. Das Assoziierungsabkommen gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2014 bis 2020.

Das wichtigste Förderprogramm der EU für Serbien ist das „Instrument für Heranführungshilfe“ (IPA, für 2014 bis 2020 IPA II). Es unterstützt vor allem den gesellschaftlichen, rechtlichen und institutionellen Um- und Wiederaufbau. 

Als Beitrittskandidat kann Serbien bis 2020 rund 1,5 Milliarden Euro Vorbeitrittshilfen abrufen.

Delegation der Europäischen Kommission in Serbien
Avenija 19a Building, Vladimira Popovica 40/V, 11070 New Belgrade, SERBIEN
Tel.: +381 11 30 83 200
Fax: +381 11 30 83 201
E-Mail: delegation-serbia@eeas.europa.eu, Internet: http://europa.rs/

Die EU-Delegation in Serbien zeigt auf einer interaktiven Karte EU-geförderte Projekte.

Die Einrichtungen des Enterprise Europe Network arbeiten im Auftrag der EU. Sie beraten vor allem mittelständische Unternehmen über EU-Fragen und grenzüberschreitende Kooperationsmöglichkeiten. Der EuropaService der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe kooperiert mit diesem Netzwerk. Die Partner des serbischen Enterprise Europe Network sind in vier Städten zu finden.

Mit Jahresbeginn 2014 hat Serbien seinen Handel liberalisiert, EU-Waren können künftig fast zollfrei nach Serbien importiert werden. Dies ist einer der Punkte aus dem Assoziierungs- und Stabilisierungsabkommen mit der EU. Ausgenommen von der Zollfreiheit sind wichtige Landwirtschaftsprodukte. 

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Ausländische Investoren sind für den Import von Maschinen und Anlagen, die Teil des ausländischen Gesellschaftskapitals in Serbien sind, vom Zoll befreit, so die Serbische Entwicklungsagentur. 

Informationen über die 14 zollfreien Zonen finden sich bei der Serbischen Entwicklungsagentur sowie beim Finanzministerium in der Freizonen-Verwaltung.

Seit 2000 hat Serbien als einziges europäisches Land ein Freihandelsabkommen mit Russland.

Am 19. Dezember 2006 wurde in Bukarest das neue „Central European Free Trade Agreement“ (CEFTA-Abkommen) unterzeichnet. Es schafft eine Freihandelszone zwischen den Ländern Südosteuropas. Aktuelle Mitglieder sind Albanien, Mazedonien, Montenegro, Moldawien, Serbien, Bosnien und Herzegowina und die UN-Mission im Kosovo (UNMIK).

Seit 2010 besteht ein Freihandelsabkommen mit den EFTA-Staaten.

Weitere Informationen können Sie auf der Website der zentralen Zollbehörde finden.

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Serbien bietet es einige steuerliche Anreize:

Körperschaftsteuerbefreiung
Unternehmen sind zehn Jahre lang von der Körperschaftsteuer befreit, wenn sie mehr als 1 Milliarde RDS in Anlagevermögen investieren und wenigstens 100 neue Mitarbeiter beschäftigen. 

Ausgaben, die im direkten Zusammenhang mit Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in Serbien stehen, können Unternehmen steuerlich in doppelter Höhe absetzen.

Bei geldlichen Investitionen in das Eigenkapital eines neu gegründeten Unternehmens, das innovativ tätig ist, wird unter bestimmten Bedingungen eine Steuergutschrift von 30 Prozent der getätigten Investition gewährt.

Die Republik Serbien bietet finanzielle Anreize für Investoren, insbesondere solche, die exportorientiert sind. Ansprechpartner ist die Serbische Entwicklungsagentur (RAS). Ziel ist es sowohl ausländische Direktinvestitionen leichter zu ermöglichen als auch serbische Exporte zu fördern.

Die Agentur erstellt Analysen von serbischen Wirtschaftsbereichen und leistet Hilfe bei Genehmigungsverfahren. Darüber hinaus unterstützt sie bei der Suche nach Geschäftspartnern und Lieferanten. 

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Nach Angaben der Entwicklungsagentur gibt es derzeit 14 Freizonen im Land. Die Vorzüge dieser Freizonen sind in vorhergehenden Kapiteln erwähnt.

Einen Überblick über rechtliche Gegebenheiten zu finanziellen Anreizen auf Englisch ist bei der Förderagentur zu finden.

Die Höhe der Förderung hängt zum Beispiel vom Standort des Betriebes ab, in unterentwickelte Regionen wie dem Südwesten sind die staatlichen Hilfen am höchsten. Ferner sind u.a. die Höhe der Investition, die Größe des Betriebs, die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze sowie der Sektor in dem investiert wird, relevant.

Darüber hinaus werden vom Nationalen Beschäftigungsdienst Subventionen für Beschäftigungs-, Ausbildungs- und Umschulungsprogramme geboten.

Auch gibt es regionale Förderungen in Form von günstigen Preisen für den Erwerb von Grundstücken zu Investitionszwecken.

Um Investitionen in erneuerbare Energien zu steigern, plant die Regierung die Einführung eines Auktionsmechanismus, so die Exportinitiative Energie.

Die Europäische Union unterstützt Unternehmen mit einer breiten Palette von EU-Programmen, die Darlehen, Bürgschaften, Risikokapital und andere Formen der Eigenkapitalfinanzierung bereitstellen. Diese Finanzinstrumente werden von Finanzintermediären wie Banken, Risikokapitalfonds und anderen Finanzinstituten verwaltet. Ansprechpartner sind lokale Kreditinstitute. 

Development Agency of Serbia (RAS)
Kneza Milosa 12
11000 Belgrade - SERBIEN
Tel.: +381 11 3398 900
E-Mail: office@ras.gov.rs, Internet: http://ras.gov.rs

Die Entwicklungsagentur wurde im Januar 2016 gegründet und gleichzeitig wurden die Agency for foreign investments and promotion of export (SIEPA) und die National agency for regional development (NARR) geschlossen.

Die Wirtschaftskammer Serbiens ist die Dachorganisation der Kammern und einiger Branchenverbände. 
Eine Auflistung der einzelnen Handelskammern in Serbien finden Sie dortunter -> Über uns.

Der Foreign Investors Council besteht als Interessengemeinschaft ausländischer Investoren seit 2002 und vertritt die Interessen vieler ausländischer Investoren in Serbien. Jährlich im März veröffentlicht der FIC ein Weißbuch über das Investitionsklima in Serbien. Es bietet einen Überblick über den Stand des Reformprozesses in verschiedenen Bereichen.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau in Serbien ist für die Vorbereitung und Durchführung von Vorhaben der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) verantwortlich. Im Rahmen der FZ besteht die primäre Aufgabe der KfW Entwicklungsbank in der Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Serbiens.

KfW Office Belgrade
Brzakova 20, 11040 BELGRAD, SERBIEN
Tel.: +381 11 36 98 12 2
E-Mail: kfw.belgrade@kfw.de

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Belgrad
Neznanog junaka 1 a 11040 Belgrad
Tel.: +381 11 3064-300
Internet: https://belgrad.diplo.de/rs-de

Deutsch-Serbische Wirtschaftskammer (AHK Serbien)
Toplicin venac 19-21, 11000 BELGRAD, SERBIEN
Tel.: +381 11 202 80 10
Fax: +381 11 303 47 80
E-Mail: info@ahk.rs, Internet: http://serbien.ahk.de/

Botschaft der Republik Serbien
Taubertstraße 18, 14193 Berlin
Tel.: 030 8957700
E-Mail: info@botschaft-serbien.de, Internet: http://berlin.mfa.gov.rs/lat/

Germany Trade and Invest (gtai) stellt eine Vielzahl von Informationen zu Serbien zur Verfügung.

Das Außenwirtschaftszentrum Bayern veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Österreich einen Exportleitfaden.

Öffentliche Ausschreibungen aus Serbien, die aufgrund ihres Umfangs europaweit publiziert werden, finden Sie unter TED (Tenders Electronic Daily).

Die serbische Entwicklungsagentur bietet diverse Publikationen zu unterschiedlichen Themen an.

Um Geschäftspartner in Serbien zu finden, bietet Ihnen der EuropaService verschiedene Möglichkeiten an, die auf unseren Webseiten im Bereich Kooperationsservice vorgestellt werden. In der Rubrik Eurokontakte stehen beispielsweise anonymisierte Kurzprofile serbischer Unternehmen, die auf der Suche nach Geschäftspartnern in Deutschland sind. Eine Auswahl internationaler Kooperationsbörsen/Unternehmerreisen findet sich im Bereich Unternehmertreffen und um sein eigenes Profil im Ausland zu veröffentlichen, gibt es die aktive Geschäftspartnersuche. Einzelheiten sind in unserem Leitfaden erläutert. Die Abläufe sind in einer Grafik übersichtlich dargestellt. Bei Fragen helfen wir gern weiter europaservice@dsgv.de, Tel.: 0 30 20225-5798.

Ihre Sparkasse ist Ihr Ansprechpartner auch für alle Fragen rund um die Begleitung internationaler Geschäftsvorhaben. Sie greift für ein breites Informations- und Leistungsangebot auf eigene Kenntnisse, auf Verbundpartner wie den EuropaService, auf ein Netzwerk internationaler Partnerbanken und weitere Spezialisten der Sparkassen-Finanzgruppe zurück. Diese Partner bilden das internationale Netzwerk der Sparkassen-Finanzgruppe.

Hilfestellung, Beratung, Vor-Ort-Begleitung und die passenden Finanzprodukte erhalten Sie aus einer Hand über Ihren Firmenkunden- oder Auslandsfachberater.

Über das Internationale Netzwerk kann ihre Sparkasse - ggf. mit Unterstützung des EuropaService - für die Finanzierung konkreter Investitionsvorhaben den Kontakt zu Partnerbanken in Serbien herstellen. Die Partnerbanken unterstützen rund um Finanzfragen, insbesondere auch bei einer möglichen Beantragung von Fördermitteln und helfen bei der Antragstellung und Abwicklung.

Falls Sie noch kein Kunde einer Sparkasse sind und Ihnen Ansprechpartner fehlen, wenden Sie sich einfach an den EuropaService. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Ihre Sparkasse vor Ort können Sie auch mit Hilfe der folgenden Internetadresse finden https://www.sparkasse.de/service/filialsuche.html.

© Diese Ausarbeitung oder Teile aus ihr dürfen ohne Erlaubnis des EuropaService der Sparkassen-Finanzgruppe nicht reproduziert werden. Zitate sind mit Nennung der Quelle gestattet. Die Weitergabe durch Institute der Sparkassen-Finanzgruppe an deren Kunden ist frei.

Diese Angaben haben wir mit größtmöglicher Sorgfalt aus vielen Quellen zusammen gestellt. Wegen der sich ständig weiter ändernden Rahmenbedingungen können wir jedoch für Vollständigkeit und Inhalt der Informationen keine Gewähr übernehmen. Komplette Bearbeitung: Stand Juni 2019. Wichtige Entwicklungen werden laufend eingearbeitet, ohne dass das Erstellungsdatum geändert wird. Die neueste pdf-Version des Länderinfo kann daher am besten jeweils aktuell von der Internetseite (https://europaservice.dsgv.de/laenderinfos/schweden-zypern/serbien.html) generiert werden.

Iris Hemker
Länderinfos, Kooperationsservice


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