Italien

Geschäftliche Rahmenbedingungen für Handel und Investition

Zwischen Nord- und Süditalien gibt es starke Unterschiede. Flexibilität und Rücksicht auf regionale Eigenheiten sind die besten Garanten für erfolgreiche Geschäfte in Italien, empfiehlt Germany Trade & Invest.

Italien

Deutsche Unternehmen sind vielfältig in Italien engagiert. Gerade Italiens hochentwickelte und breit gefächerte Industrie der nördlichen Regionen bietet für den deutschen Mittelstand viel Potenzial für die Optimierung der Wertschöpfungskette durch Übernahmen oder Beteiligungen. Aufgrund der geringen Größe italienischer Unternehmen (95 Prozent der Firmen beschäftigen weniger als zehn Mitarbeiter) weisen diese eine hohe Flexibilität auf. Der Handel zwischen Italien und Deutschland hat im vergangenen Jahr erneut einen neuen Höchststand erreicht, so gtai. Italiener besitzen ein größeres Privatvermögen als Deutsche und gelten als konsumfreudig. Trotz einiger Reformschritte bereitet die öffentliche Verwaltung mit ihrer Bürokratie und der sehr langsam arbeitenden Justiz Unternehmen jedoch weiterhin große Probleme. Als Dauerrisiko gilt die politische Instabilität.

Einen Kurzüberblick über ausgewählte Aspekte geschäftlicher Rahmenbedingungen in Italien, insbesondere für mittelständische Unternehmen, bietet dieses Länderinfo.

Italien

Italien zählt im Jahr 2019 knapp 61 Millionen Einwohner auf einer Fläche von mehr als 301.000 Quadratkilometern. Das Bruttoinlandsprodukt 2018 betrug 1.765 Milliarden Euro. Der Stiefelstaat gilt als achtgrößte Volkswirtschaft.

Sowohl bei den Hauptlieferländern steht Deutschland im Jahr 2018 an der Spitze mit einem Anteil von 16,6 Prozent als auch bei den Hauptabnehmerländern mit einem Anteil von 12,6 Prozent. Die deutschen Direktinvestitionen beliefen sich im Jahr 2017 auf einen Bestand von fast 35.000 Millionen Euro, was Platz 5 bedeutet. Der Gesamtbestand aller ausländischen Direktinvestitionen umfasst in dem Jahr 428.022 Millionen US-Dollar.

Als Stärke Italiens sieht gtai die Größe des Marktes, die breit gefächerte Industriestruktur sowie die hohe Flexibilität aufgrund der Vielzahl an kleinen Unternehmen.

Chancen bestehen für deutsche Unternehmen beispielsweise in der Entsorgungswirtschaft, dort hat Italien einen hohen Nachholbedarf, wobei es ein ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle gibt. Während der Norden weitgehend dem von der EU geforderten Niveau entspricht, bleiben die Mitte und der Süden weit hinter den Anforderungen zurück. Ferner ist die Energieversorgung Italiens durch eine sehr hohe Importabhängigkeit gekennzeichnet. Im Nationalplan für Energie und Klima von Anfang 2019 setzt Italien vor allem auf Windkraft und Solarenergie. Wie der Markt beispielsweise im Bereich Biogas aussieht, hat die AHK Italien in einer Broschüre zusammengefasst.

Darüber hinaus bietet der Bausektor Potenzial zur Verbesserung der Energieeffizienz. Von den Wohnhäusern wurden drei Viertel vor 1980 errichtet. Auch bei der Effizienzsteigerung von Produktionsprozessen besteht Nachholbedarf, auch wenn Fortschritte erzielt werden konnten. Zur Finanzierung großer Infrastrukturprojekte im Süden Italiens, wurde ein so genannter Marshall-Plan für den Süden entwickelt. Ferner besteht ein großer Aufholbedarf bei der digitalen Infrastruktur. 

Für Hermes-Bürgschaften erfolgt die Entgeltberechnung auf der Basis eines Markttests. Es gibt keine OECD-weit gültige Entgeltkategorie.

Die Banküberweisung per SWIFT-System wird in Italien als Zahlungsmittel häufig eingesetzt (90 Prozent aller Zahlungen aus Italien erfolgen per Banküberweisung.). Weitere Informationen zu Zahlungsmittel und Forderungseinzug finden Sie bei Coface. Wie es mit dem Zugang zu Finanzdienstleistungen für KMU aussieht, veröffentlicht die EU in einem Faktenpapier. Nach Angaben des Außenwirtschaftszentrums Bayern müssen sich Unternehmen auf ungewohnt lange Zahlungsziele einstellen, diese betragen oft 90 bis 120 Tage.

Informationen darüber, wie deutsche Unternehmen in Italien online verkaufen können, hat die IHK Essen gemeinsam mit der AHK Italien zusammengestellt. 

  • Im Doing-Business-Report 2020 der Weltbank belegt Italien Platz 58 (Stand: Oktober 2019), Details zur Zusammensetzung der Note finden Sie in dem Bericht.
  • Den 53. Platz hat das Land beim Korruptionswahrnehmungsindex (Stand: Januar 2019).
  • Auf Platz 30 liegt das Land beim Global Competitiveness Index (2019) des Weltwirtschaftsforums (Stand: Oktober 2019).
  • In der Liste der unternehmerfreundlichsten Länder des Wirtschaftsmagazins Forbes belegt Italien Platz 30 (Stand: Dezember 2018).
  • Beim Global Innovation Index ist das Land auf Platz 30 zu finden (Stand: Juli 2019). 
  • Beim Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (Digital Economy and Society Index, DESI), mit dem die Digitalisierungsfortschritte der EU-Mitgliedstaaten verfolgt werden, liegt Italien auf Platz 24 (Stand: Juni 2019).
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Ausländisches Kapital kann grundsätzlich ohne Beschränkung investiert werden. D. h. juristische und natürliche Personen aus EU-Mitgliedstaaten können in Italien Personen- oder Kapitalgesellschaften gründen oder sich an italienischen Gesellschaften beteiligen. Es besteht Inländergleichbehandlung. 

In einigen Fällen ist nach Angaben des Außenwirtschaftszentrums Bayern die Ausübung von Gewerben an besondere Qualifikationen gebunden bzw. es besteht eine Zulassungspflicht. Informationen über reglementierte Tätigkeiten in Italien können Sie über eine Internetseite recherchieren.

Zum Thema Dienstleistungen erbringen in Italien informiert Germany Trade & Invest. Dort finden Sie auch Informationen über die Entsendung von Arbeitskräften.

Kennzeichnend für Italien sind große regionale Unterschiede. Im Umgang mit italienischen Geschäftspartnern sind entsprechend Flexibilität und Rücksicht auf die regionalen Eigenheiten die besten Garanten für erfolgreiche Geschäfte. Wichtigste Voraussetzung für Aufbau und Pflege geschäftlicher Beziehungen mit externen Partnern ist der persönliche Kontakt, so gtai. Mehr Informationen zur Geschäftskultur bietet gtai.

Die Wahl der Rechtsform will gut überlegt sein, da sie unterschiedliche personelle, steuerliche, wirtschaftliche und rechtliche Auswirkungen hat. Grundsätzlich können Personen unternehmerisch tätig werden als Einzelunternehmer oder in Form einer Personen- oder Kapitalgesellschaft.

 

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Das Einzelunternehmen ist die einfachste und häufigste Unternehmensform. Der Einzelunternehmer haftet unbeschränkt mit seinem Privatvermögen. Ein Mindestkapital ist nicht vorgesehen.

Mehrere Personen können ein Unternehmen in Form einer Personengesellschaft gründen, hierzu zählen die Offene Handelsgesellschaft und die Kommanditgesellschaft.

OHG: Società in nome collettivo (S.n.c.)
Sie ist die häufigste Form der Personengesellschaft. Sie kann von zwei oder mehreren Gesellschaftern gegründet werden. Es ist kein Mindestkapital vorgesehen, die Gesellschafter haften unbeschränkt und gesamtschuldnerisch.

KG: Società in accomandita semplice (S.a.s.)
Bei dieser Gesellschaftsform gibt es zwei unterschiedliche Arten von Gesellschaftern: Der Komplementär haftet unbeschränkt und gesamtschuldnerisch, der Kommanditist haftet nur mit seiner Einlage, darf dafür aber auch nicht in der Verwaltung tätig sein. Es ist kein Mindestkapital vorgesehen.

Zu den Kapitalgesellschaften zählen die Aktiengesellschaft, die Gesellschaft mit beschränkter Haftung und die Kommanditgesellschaft auf Aktien. Sie besitzen eine eigene Rechtspersönlichkeit.

AG: Società per Azioni (S.p.A.)
Diese Gesellschaftsform wird eher von großen Unternehmen gewählt. Die Mindesthöhe des Gesellschaftskapitals beträgt 50.000 EUR. Bei der Gründung müssen mindestens 25 Prozent des gezeichneten Kapitals einbezahlt werden, der Rest später. Neben der Geldeinlage können auch Güter oder Arbeitsleistungen eingebracht werden. Sacheinlagen müssen allerdings zu 100 Prozent bei Gründung geleistet werden. Die Haftung der Gesellschafter beschränkt sich auf die Einlagen. Eine Ein-Personen-AG ist möglich, in dem Fall muss das Kapital aber vollständig eingezahlt werden.

GmbH: Società a Responsabilità Limitata (S.r.L.)
Diese Gesellschaftsform ist die meistgewählte Form bei Kapitalgesellschaften. Das Mindestkapital beträgt für die Gründung einer ordentlichen GmbH 1 Euro. Bis zu einem Gesellschaftskapital von 9.999 Euro sind nur Geldeinlagen mögliche, die vollständig einbezahlt werden müssen.  Bei einem Gesellschaftskapital von 10.000 EUR und mehr, können auch Sacheinlagen getätigt werden, bei der Gründung müssen dann mindestens 25 Prozent des gezeichneten Kapitals einbezahlt werden, der Rest später. Die Haftung der Gesellschafter beschränkt sich auf die Einlagen. Eine Ein-Personen-GmbH (Srl a socio unico) ist möglich, dann muss aber das gesamte gezeichnete Kapital einbezahlt werden. Sie wird nach den Vorschriften der "ordentlichen" GmbH geführt.

Vereinfachte GmbH: Srl semplificata (Srls)
Mit der im Jahr 2012 eingeführten Gesellschaftsform will man Jungunternehmern die Gründung einer GmbH erleichtern. Für die Gründung, die mittels standardisierten Gesellschaftssatzungen erfolgt, ist kein Notarhonorar zu entrichten. Das Mindestkapital beträgt einen Euro und darf 9.999,99 Euro nicht überschreiten, es muss komplett eingezahlt werden.

In der Broschüre "Wirtschaftsstandort Südtirol" finden sich im Kapitel drei weitere Informationen, beispielsweise zu den Kosten der Gründung je nach Unternehmensform. Auch die Italien Trade Agency liefert weitere Informationen zu dem Thema.

Ein ausländisches Unternehmen hat auch die Möglichkeit eine Repräsentanz zu eröffnen, wenn es lediglich darum geht Kontaktpflege und Geschäftsanbahnung auszuführen.

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Die Registrierung hat im Handelsregister zu erfolgen (registro delle imprese) Dies wird von den Handelskammern verwaltet.

Weitere Informationen zur Registrierung auch für Repräsentanzen sind zu finden beim italienischen Wirtschaftsministerium.

Die Körperschaftsteuer ist in Italien die imposta sul reddito delle società, IRES. Der allgemeine Steuersatz beträgt 24 Prozent.

Steuersubjekte sind die im Staatsgebiet ansässigen Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, die öffentlichen und privaten Körperschaften sowie die nichtansässigen Körperschaften und Gesellschaften. 

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Ansässige Kapitalgesellschaften und Körperschaften unterliegen mit ihrem weltweiten Einkommen der IRES, der sog. unbeschränkten Besteuerung. Nichtansässige Organisationen unterliegen der IRES nur mit dem Einkommen, das als in Italien erwirtschaftet gilt („beschränkte Besteuerung”).

Hinzu kommt die regionale Wertschöpfungssteuer (imposta regionale sulle attivita produttive, IRAP). Von dieser Steuer ausgenommen sind Kleinstunternehmen mit Steuerbegünstigungen. Die Sätze der Steuer variieren je nach Region. 

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Die Mehrwertsteuer, auf Italienisch imposta sul valore aggiunto, IVA, ist die wichtigste indirekte Steuer.

Der allgemeine Satz beträgt 22 Prozent. Ermäßigte Sätze gibt es in Höhe von vier Prozent z.B. für Grundnahrungsmittel, Zeitungen, Bücher und Druckleistungen.

Der Satz von zehn Prozent gilt zum Beispiel für Lebensmittel außer Grundnahrungsmittel, elektrische Energie und Gas, Medikamente, Hoteldienstleistungen und Instandhaltungsarbeiten an privaten Wohngebäuden. 

Zwischen Italien und Deutschland gilt das Doppelbesteuerungsabkommen vom 18. Oktober 1989 (BGBl. 1990 II S. 742). In Kraft ist es seit dem 27. Dezember 1992. Der Text des derzeitigen DBA ist zu finden beim Bundesfinanzministerium über: -> Themen -> Steuern -> Internationales Steuerrecht -> Staatenbezogene Informationen.

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Die Ein- und Ausfuhr von Bargeld oder gleichgestellten Zahlungsmitteln aus oder nach Italien ist bis 10.000 Euro frei. Für Barmittel im Wert von mehr als 10.000 Euro besteht die Pflicht, diese beim Zollamt schriftlich anzumelden.

Bargeldzahlungen sind in Italien nur bis zu einem Wert von unter 3.000 Euro erlaubt. 

Die aktuelle Regierung denkt darüber nach, diese Grenze für Bargeldzahlungen schrittweise auf 2.000 und dann 1.000 Euro zu senken.

Der Erwerb von Immobilien durch in Italien ansässige Unternehmen mit ausländischem Kapital unterliegt keinen besonderen Beschränkungen.

Für die Eintragung in das Immobilienregister ist eine öffentliche Urkunde erforderlich. 

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Die Investitionsförderagentur Invest in Italy hat auf ihren Internetseiten eine Suchfunktion nach Immobilien erstellt. 

Regionale Förderagenturen können bei der Ansiedlung behilflich sein. Für Südtirol gibt es beispielsweise eine Übersicht über gewerbliche Liegenschaften. Ferner betreut beispielsweise die BLS Business Location Südtirol ein Innovationszentrum mit einem Areal von zwölf Hektar.

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Wie alle EU-Staaten erhält Italien Mittel aus den EU-Strukturfonds, die unter anderem zur unternehmensbezogenen Regional- und Arbeitsmarktentwicklung eingesetzt werden. Informationen über die Richtlinien zur Gewährung staatlicher Beihilfen zur Förderung der regionalen Entwicklung für die Periode 2014 bis 2020 hat die EU veröffentlicht.

Für die beiden EU-Strukturfonds Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Europäischer Sozialfonds (ESF) gibt es eine Fördergebietskarte

Im Oktober 2014 haben Italien und die EU-Kommission das Partnerschaftsabkommen abgeschlossen. In diesem wird die Strategie für den optimalen landesweiten Einsatz der europäischen Struktur- und Investitionsfonds festgelegt. Mit der Vereinbarung ist der Weg geebnet worden für Investitionen von insgesamt 32,2 Mrd. EUR aus Mitteln der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2014 bis 2020.

Die Investitionsprioritäten und Ziele der Partnerschaftsvereinbarungen werden in den Operationellen Programmen in konkrete Maßnahmen aufgegliedert. 

Zur Mittelstandsförderung kann Italien für die Förderperiode 2014 bis 2020 Unterstützungen aus den EU-Programmen Cosme und Horizon landesweit einsetzen. Daneben werden Maßnahmen der Wirtschaftsförderung auch allein aus nationalen bzw. regionalen Haushaltsmitteln finanziert.

Die maximale Förderhöhe wird je nach Region und Unternehmensgröße durch das EU-Beihilferecht bestimmt und begrenzt die Summe aller geldwerten Förderungen durch Staat, Region und Kommune. Solche Höchstförderquoten sind nicht gleichzusetzen mit der tatsächlichen Förderung, die aus einzelnen oder kombinierten Maßnahmen erwächst. Für den Unternehmer gilt daher:

- Wie hoch die tatsächliche Förderung ist, wird durch angebotene Programme definiert;
- Anträge auf Förderung sind an italienische Stellen zu stellen.

Zu den Förderinstrumenten gehören z.B. Zuschüsse, vergünstigte Finanzierungen und Steuernachlässe. Gefördert werden zum Beispiel Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung, Effizienzsteigerung, Produktverbesserung, Forschung und Entwicklung Förderungen für Trainings. Die nationale Förderagentur bietet ausländischen Unternehmen an, nach geeigneten Förderungen zu recherchieren. 

Ein ganzes Handbuch über Anreize für Unternehmen hat das Wirtschaftsministerium aufgelegt. Aufgegliedert sind die Maßnahmen u.a. nach Förderungen für innovative StartUps und KMU, Förderungen für alle Unternehmen, Förderungen der Energieeffizienz, Förderung der Raumfahrtindustrie und Förderungen für soziale Unternehmen. Unter den einzelnen Maßnahmen finden sich jeweils weitere Links.

Um Unternehmen insbesondere in ihren Forschungs- und Innovationsaktivitäten zu unterstützen, gibt es zum Beispiel eine Patent-Box-Regelung. Danach können Unternehmen für Einkünfte aus der Nutzung von Patenten eine Befreiung von der Steuer von bis zu 50 Prozent erhalten. Darüber hinaus besteht für Ausgaben für Forschung und Entwicklung die Möglichkeit einer Steuergutschrift. 

Auch für Energieeffizienz-Maßnahmen oder Investitionen in erneuerbare Energien gibt es Förderungen. Zum Beispiel um die Produktion von Biomethan anzukurbeln, hat Italien im Jahr 2018 ein neues Fördergesetz für die Produktion von Biomethan beschlossen. Gefördert wird sowohl der Bau von Neuanlagen als auch das Upgrading von alten Anlagen. 

Vielfach werden Maßnahmen über regionale Stellen koordiniert, so dass bei Förderanfragen der Standort eines Vorhabens wesentlich ist. 

Ein Beispiel aus der Region Südtirol: Detaillierte Informationen zu Fördermöglichkeiten in Südtirol bieten die Webseiten zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft der Autonomen Provinz Bozen, die auch über die Antragsverfahren und die max. Förderbeträge informiert. Informationen finden sich auch im Kapitel 5 in der Broschüre "Wirtschaftsstandort Südtirol - Ein Leitfaden für Unternehmen".

Für eine bessere regionale Verteilung der Wirtschaftsaktivitäten existieren landesweit städtische Sonderwirtschaftszonen. Diese befinden sich vor allem im Süden Italiens und sehen Steuererleichterungen für neu gegründete Unternehmen vor.

Aufgrund der (bisher in Italien üblichen) Komplexität des Fördersystems und Erfahrungen mit sich verändernden rechtlichen Grundbedingungen empfiehlt die Förderagentur eine Einzelfallberatung. Für ausländische Investoren ist dabei die nationale Agentur Invitalia erster Ansprechpartner. Dort sind auch einige Hinweise auf Förderungen zu finden.


- Mittelstandsförderung-/finanzierung

Als kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gelten in Italien Firmen gemäß der KMU-Definition der EU. Seit 2005 heißt das: Unternehmen unter 250 Beschäftigte und 50 Mio. EUR Umsatz (oder 43 Mio. EUR Bilanzsumme).

Bei mehreren Förderungen spielt die italienische Förderbank MCC Mediocredito Centrale eine wichtige Rolle.

Die Cassa di depositi e prestiti vergibt über ihre Partnerbanken Kredite an kleine- und mittlere Unternehmen

Die Europäische Union unterstützt Unternehmen mit einer breiten Palette von EU-Programmen, die Darlehen, Bürgschaften, Risikokapital und andere Formen der Eigenkapitalfinanzierung bereitstellen. Diese Finanzinstrumente werden von Finanzintermediären wie Banken, Risikokapitalfonds und anderen Finanzinstituten verwaltet. Ansprechpartner sind lokale Kreditinstitute. 

Die Einrichtungen des Enterprise Europe Network arbeiten im Auftrag der EU. Sie beraten vor allem mittelständische Unternehmen über EU-Fragen und grenzüberschreitende Kooperationsmöglichkeiten. Der EuropaService der Sparkassen-Finanzgruppe in Deutschland kooperiert mit diesem Netzwerk. Die Partner des italienischen Enterprise Europe Network sind in 48 Städten zu finden.

Ansprechpartner sind Invitalia sowie das Italian Trade Promotion Agency (ITA). ITA übernimmt u.a. die Vertretung in Deutschland.

INVITALIA
Agenzia nazionale per l'attrazione degli investimenti e lo sviluppo d'impresa SpA
Via Calabria, 46
00187 Rom, ITALIEN
E-Mail: invest@invitalia.it, Internet: https://www.invitalia.it/eng

Für Südtirol gibt es
IDM Südtirol - Alto Adige
Pfarrplatz 11, IT - 39100 Bozen
Tel.: +39 0471 094 000
Fax: +39 0471 094 444
E-Mail: info@idm-suedtirol.com, Internet: https://www.idm-suedtirol.com/de/home.html

Die Adressen der italienischen Industrie- und Handelskammern sind recherchierbar unter http://www.infocamere.it/en/.

Die Deutsche Botschaft in Italien ist zu finden unter https://italien.diplo.de/Vertretung/italien/de/Startseite.html.

AHK Italien
Camera di Commercio Italo-Germanica
Via Gustavo Fara, 26, 20124 Mailand - ITALIEN
Tel.: +39 02 67 9 13 - 1
Fax: +39 02 66 98 09 64
E-Mail: info@ahk-italien.it
Internet: https://www.ahk-italien.it/

Italienische Botschaft
Hiroshimastr. 1, 10785 Berlin
Tel.: 030 2 54 40 - 0
Fax: 030 2 54 40 - 1 69
Wirtschafts- und Handelsabteilung: Tel.: 030 25 44 0 - 1 38
E-Mail: berlino.economia@esteri.it
Internet: https://ambberlino.esteri.it/Ambasciata_Berlino/it/

Italienische Agentur für Außenhandel (ICE)
Schlüterstr. 39, 10629 Berlin
Tel.: 030 88 44 03 - 0
E-Mail: berlino@ice.it
Internet: https://www.ice.it/en/

Beratungsstelle für Investoren:
Herr Jens Bruch
Tel.: 030 88 44 03 - 23
E-Mail: j.bruch@ice.it

Italienische Handelskammer für Deutschland
Corneliusstraße 18, 60325 Frankfurt am Main
Tel:. 069 97 14 52 - 10
E-Mail: info@itkam.org
Internet: https://itkam.org

Weitere Büros hat die Kammer u. a. in Berlin und Leipzig, diese sind erreichbar über die o. a. Internetseite.

Davon unabhängig ist die (privatrechtlich organisierte)
Italienische Handelskammer München-Stuttgart
Landaubogen 10, 81373 München
Tel.: 089 96 16 61 70
Fax : 089 2 90 48 94
E-Mail: info@italcam.de
Internet: https://www.italcam.de
Die Handelskammer hat auch ein Außenbüro in Stuttgart.

Kurzer allgemeiner Einblick mit einer Reihe von Links zu Anlaufstellen in Deutschland und im Investitionsland bietet das Außenwirtschaftsportal Ixpos.

Germany Trade and Invest (gtai) stellt eine Vielzahl von Informationen zu Italien zur Verfügung, darunter auch aus der Reihe „Recht kompakt“.

Einen Leitfaden für Exporte erstellt das Außenwirtschaftszentrum Bayern in Zusammenarbeit mit der Außenwirtschaft Österreich.

Öffentliche Ausschreibungen aus Italien, die aufgrund ihres Umfangs europaweit publiziert werden, finden Sie bei TED (Tenders Electronic Daily).

Um Geschäftspartner in Italien zu finden, bietet Ihnen der EuropaService verschiedene Möglichkeiten an, die auf unseren Webseiten im Bereich Kooperationsservice vorgestellt werden. In der Rubrik Eurokontakte stehen beispielsweise anonymisierte Kurzprofile italienischer Unternehmen, die auf der Suche nach Geschäftspartnern in Deutschland sind. Eine Auswahl internationaler Kooperationsbörsen/Unternehmerreisen findet sich im Bereich Unternehmertreffen und um sein eigenes Profil im Ausland zu veröffentlichen, gibt es die aktive Geschäftspartnersuche. Einzelheiten sind in unserem Leitfaden erläutert. Die Abläufe sind in einer Grafik übersichtlich dargestellt. Bei Fragen helfen wir gern weiter europaservice@dsgv.de, Tel.: 0 30 20225-5798.

Ihre Sparkasse ist Ihr Ansprechpartner auch für alle Fragen rund um die Begleitung internationaler Geschäftsvorhaben. Sie greift für ein breites Informations- und Leistungsangebot auf eigene Kenntnisse, auf Verbundpartner wie den EuropaService, auf ein Netzwerk internationaler Partnerbanken und weitere Spezialisten der Sparkassen-Finanzgruppe zurück. Diese Partner bilden das internationale Netzwerk der Sparkassen-Finanzgruppe.

Hilfestellung, Beratung, Vor-Ort-Begleitung und die passenden Finanzprodukte erhalten Sie aus einer Hand über Ihren Firmenkunden- oder Auslandsfachberater.

Falls Sie noch kein Kunde einer Sparkasse sind und Ihnen Ansprechpartner fehlen, wenden Sie sich einfach an den EuropaService. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Ihre Sparkasse vor Ort können Sie auch mit Hilfe der folgenden Internetadresse finden https://www.sparkasse.de/service/filialsuche.html

© Diese Ausarbeitung oder Teile aus ihr dürfen ohne Erlaubnis des EuropaService der Sparkassen-Finanzgruppe nicht reproduziert werden. Zitate sind mit Nennung der Quelle gestattet. Die Weitergabe durch Institute der Sparkassen-Finanzgruppe an deren Kunden ist frei.


Diese Angaben haben wir mit größtmöglicher Sorgfalt aus vielen Quellen zusammen gestellt. Wegen der sich ständig weiter ändernden Rahmenbedingungen können wir jedoch für Vollständigkeit und Inhalt der Informationen keine Gewähr übernehmen. Komplette Bearbeitung: Stand Dezember 2019. Einige Entwicklungen werden laufend eingearbeitet, ohne dass das Erstellungsdatum geändert wird. Die neueste pdf-Version des Länderinfo kann daher am besten jeweils aktuell von der Internetseite (https://europaservice.dsgv.de/laenderinfos/irland-luxemburg/italien.html) generiert werden.

Iris Hemker
Länderinfos, Kooperationsservice


030 20225 5796


030 20225 5799

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Attraktiv durch Autonomie

Südtirol ist unternehmerfreundlich und innovativ, so Dr. Hansjörg Prast, Generaldirektor von IDM Südtirol.

Vorbereitung erforderlich

Rund 2.600 Unternehmen mit deutscher Beteiligung gibt es in Italien. Worauf diese zu achten haben, erläutert Norbert Pudzich, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der AHK Italien.