EU-Förderprogramme


EU fördert KMU vielfach indirekt, teils aber auch direkt

Klein- und Mittelunternehmen (KMU) werden für Finanzierungen oft indirekt durch die EU gefördert. Dafür gibt die EU-Kommission Budgetmittel an den Bund oder die Länder bzw. an die Europäische Investitionsbank (EIB) bzw. den Europäischen Investitionsfonds (EIF). Alle diese arbeiten oft mit Förder- bzw. Bürgschaftsbanken oder Beteiligungsfonds zusammen, die dann EU-geförderte Finanzierungen anbieten. Nicht jede Region bietet alle Produkte für alle Förderzwecke an, aber wenn es sie dort gibt, dann meist bei gewohnten Ansprechpartnern vor Ort - nicht in Brüssel. Hinweise auf solche Angebote in den Regionen gibt das EU-Portal "Zugang zu Finanzmitteln".

Für viele Maßnahmen, die keine unmittelbaren Erträge erwarten lassen, wie zum Beispiel Forschungs- oder Bildungsprojekte, gibt es aus „Brüssel“ direkte Förderungen als Zuschüsse. Vorhaben müssen für eine EU-Förderung „europäischen Mehrwert“ nachweisen und meist von mehreren (mindestens drei) Partnern aus verschiedenen Ländern gemeinsam durchgeführt werden. Beantragt werden können diese Zuschüsse jeweils nur, während ein Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen („call for proposals“) geöffnet ist, und in der Regel für bestimmte Förderzwecke, die im betreffenden Aufruf genau benannt werden. Unter allen Anträgen werden die besten ausgewählt. Informationen rund um EU-Zuschussprogramme bietet die Webseite "Finanzielle Förderung durch die EU".

Dr. Bertram Reddig
Leitung EuropaService, Förderung durch die EU und Deutschland


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