Belgien: Geschäftsbedingungen für Handel und Investition

Guter Branchenmix und steigende Bevölkerung als Pluspunkte

Als sehr offene Volkswirtschaft und wichtige Handelsdrehscheibe macht sich der weltweite Wirtschaftseinbruch durch die Corona-Pandemie in Belgien enorm bemerkbar. Aber schon im Jahr 2021 wird eine kräftige Erholung um 4,5 Prozent erwartet, nach einem Rückgang um 6,3 Prozent im Jahr 2020.

Aktuelles und Perspektiven

Belgien-International-Wirtschaft

Informationen für Unternehmen zum Coronavirus in Belgien haben die AHK Debelux und das belgische Wirtschaftsministerium zusammengefasst. Darüber hinaus finden Sie bei den Förderagenturen der Regionen Informationen. Die Kontaktdaten finden Sie in dieser Länderinformation.

Der Branchenmix in Belgien ist vielfältig und der Staat versucht mit umfangreichen Fördermaßnahmen die Auswirkungen der Pandemie zu begrenzen. Darüber hinaus wächst die Bevölkerung des Landes, so dass die Nachfrage wieder steigen wird. Bis 2040 wird mit einer jährlichen Zunahme der Bevölkerung um 0,4 Prozent gerechnet, wobei die Zahl der Haushalte um 0,6 Prozent zunehmen wird. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird es künftig ein hohes Potenzial für seniorengerechte Produkte geben, so gtai. Zunehmend größerer Beliebtheit erfreut sich der Kauf via Internet. Wegen der heterogenen Bevölkerung wird Brüssel gern als Testmarkt eingesetzt. Darüber hinaus ist die logistische Lage für viele Unternehmen ausschlaggebend sich in Belgien zu engagieren. Ferner stehen die föderalen und die regionalen Behörden ausländischen Investoren gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Einen Kurzüberblick über ausgewählte Aspekte der Geschäftsbedingungen in Belgien, insbesondere für mittelständische Unternehmen, bietet dieses Länderinfo. 

Belgien-Wirtschaft-Dienstleistungen

Belgien umfasst eine Fläche von gut 30.500 Quadratkilometern und hat rund 11,6 Millionen Einwohner. Im Jahr 2020 wurde ein Bruttoinlandsprodukt von gut 513 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet, so gtai. Die Wirtschaft des Landes ist in den autonomen Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel-Hauptstadtregion sehr unterschiedlich aufgestellt: Die Industrie ist beispielsweise eher in Flandern ansässig und weniger im Süden. Wallonien hat im Rahmen des Strukturwandels dagegen viele Schwer- und Traditionsindustrien abgebaut. Experten gehen davon aus, dass sich das Gefälle zwischen Flandern und Wallonien noch weiter verstärken wird. Informationen über die Branchen in Flandern, bietet die Förderagentur der Region. Über die Branchen in der Hauptstadtregion informiert die Förderagentur dieser Region. Die Förderagentur Walloniens bietet entsprechend Informationen über die Branchen in Wallonien an.

Im Rahmen der 6. Staatsreform sind viele Zuständigkeiten in die Hände der drei autonomen Regionen gewandert. Die Regionen sind vor allem zuständig für die allgemeine Wirtschaftspolitik und die Unternehmensförderung, zunehmend auch für Angelegenheiten aus dem Bereich der sozialen Sicherung.

Der Außenhandel Belgiens richtet sich vor allem auf Deutschland, Frankreich und die Niederlande aus. Die deutschen Ausfuhren nach Belgien betrugen 2020 gut 43 Milliarden Euro und die Einfuhren gut 37 Milliarden Euro. Deutschland liegt mit diesen Werten bei den Hauptabnehmerländern auf Platz 1 mit einem Anteil von fast 17 Prozent. Bei den Hauptlieferländern belegt Deutschland Platz 2 mit einem Anteil von gut 14 Prozent. In der Rangfolge der Auslandsinvestitionen belegt Deutschland nur noch den vierten Platz (2019), mit einem Anteil von sieben Prozent.

Belgien gilt als Hochlohnland, aber auch die Produktivität ist sehr hoch. Belgien gehört zu den Top 10 Ländern mit der höchsten Anzahl an Robotern per 10.000 Beschäftigten in der verarbeitenden Industrie. Das durchschnittliche Lohnniveau bzw. die Lohnnebenkosten liegen leicht über den deutschen. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt für das Jahr 2021 9,85 Euro/Stunde. Der Belgier gilt grundsätzlich als konsumfreudiger Genussmensch, auch wenn die Auswirkungen der Pandemie sicherlich zunächst zu einem Rückgang des Konsums führen werden. Experten gehen davon aus, dass die Kaufkraft pro Kopf aber insgesamt stabil bleibt.

Für Hermes-Bürgschaften erfolgt die Entgeltberechnung für Belgien auf der Basis eines Markttests. Es gibt keine OECD-weit gültige Entgeltkategorie. Befristet bis 31. Dezember 2021 können Exportgeschäfte zu  kurzfristigen Zahlungsbedingungen (bis 24 Monate Kreditlaufzeit) abgesichert werden.

Häufig als Zahlungsmittel eingesetzt werden Banküberweisungen (SEPA und SWIFT) sowie elektronische Zahlungen. Schecks werden nur noch selten verwandt, weniger als 0,5 Prozent aller Zahlungsvorgänge in Belgien entfallen hierauf. Praktisch kaum noch als Zahlungsmittel verwendet werden Wechsel. Mehr Informationen zu Zahlungsmittel und Forderungseinzug finden sich bei Coface.

Seit 1. April 2016 gibt es in Belgien ein Mautsystem und seit Januar 2018 auch eine Maut für Sattelzugmaschinen bis zu 3,5 Tonnen.

Einige Informationen zur Erbringung von Dienstleistungen in Belgien bietet gtai.

Aufgrund von Reformen im Gesundheitswesen bieten sich neue Geschäftschancen. Gefragt sind vor allem Produkte für ältere und chronisch kranke Menschen, für nicht-stationäre Therapien sowie zur Selbstversorgung und Heimpflege. Darüber hinaus bieten diverse Großprojekte in der Infrastruktur deutschen Unternehmen Geschäftschancen: In Planung sind neue U- und Straßenbahntrassen, Chemieanlagen und Klinikprojekte.

Ferner ist der energetische Sanierungsbedarf hoch: 37 Prozent aller Gebäude in Belgien sind vor 1945 entstanden. Bei Modernisierungen wird oft Holz als Werkstoff eingesetzt. Auch werden immer mehr öffentliche Gebäude, Wohn- und Bürohäuser in Holzbauweise gebaut. Hier bieten sich für deutsche Anbieter gute Auftragschancen. Auch bei einergiesparenden Industrielösungen bleibt der Investitionsbedarf hoch, so dass sich für entsprechende Anbieter gute Chancen ergeben. Der Bedarf an High-Tech-Importen ist ebenfalls hoch.

  • In den aktuellen Rankings liegt Belgien beim Doing-Business-Report 2020 der Weltbank auf Platz 46 (Stand: Oktober 2019).
  • Beim Korruptionsindex von Transparency International belegt Belgien den 15. Platz (Stand: Januar 2021).
  • Zur Lage der Rechtsstaatlichkeit in Belgien hat die EU-Kommission einen zweiten Bericht veröffentlicht (Stand: Juli 2021)
  • Im Ranking des Weltwirtschaftsforums hinsichtlich der Global Competitiveness schafft es Belgien auf Platz 22 (Stand: Oktober 2019).
  • In der Liste der unternehmerfreundlichsten Länder des Wirtschaftsmagazins Forbes belegt Belgien Platz 20 (Stand: Dezember 2018).
  • Beim Global Innovation Index belegt Belgien Platz 22 (Stand: September 2021). Die Platzierung setzt sich aus einzelnen Komponenten zusammen.
  • Beim Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (Digital Economy and Society Index, DESI), mit dem die Digitalisierungsfortschritte der EU-Mitgliedstaaten verfolgt werden, liegt Belgien auf Platz 9 (Stand: Juni 2020). 
Belgien-Investoren-Besonderheiten

Es gibt grundsätzlich keine gesetzlichen Vorschriften, die die geschäftliche Tätigkeit von Ausländern beschränken. In- und ausländische Investoren sind gleichgestellt. Informationen über reglementierte Berufe bietet die offizielle Webseite von Belgien (https://www.belgium.be) und über den Berufszugang informiert das Wirtschaftsministerium Belgiens (https://economie.fgov.be).  

Der föderale Aufbau des Landes wirkt sich wesentlich auf Investitionsentscheidungen aus. An der Spitze stehen der Föderalstaat, die Gemeinschaften (flämisch, französisch und deutschsprachig)  und die Regionen (Flandern, Wallonien und Brüssel-Hauptstadt). Mit der 6. Staatsreform sind viele Zuständigkeiten vom Föderalstaat auf die Gemeinschaften und Regionen übergegangen, so dass diese mehr Autonomie besitzen. Eine Übersicht mit den ganz oder teilweise übertragenen Zuständigkeiten bietet die offizielle Internetseite Belgiens. 

Unterhalb von Föderalstaat, Gemeinschaften und Regionen gibt es zehn Provinzen (fünf flämische und fünf wallonische) sowie die Gemeinden.

Bei Geschäftsbeziehungen mit Belgien ist unbedingt auf strikte Sprachentrennung zu achten, so das Außenwirtschaftszentrum Bayern. Als Faustregel für die Korrespondenz könnten die Postleitzahlen herangezogen werden: Postleitzahlen mit 15 bis 19, 2, 3, 8 oder 9 beginnend, liegen im flämischen Landesteil, hier sei Niederländisch oder Englisch die Korrespondenzsprache. Beginnt die Postleitzahl mit den Zahlen 13, 14, 4, 5, 6 oder 7, handelt es sich um einen Ort in Wallonien und die Korrespondenz sollte in Französisch erfolgen. Bei Postleitzahlen zwischen 1000 und 1299 liegen die Orte im zweisprachigen Raum Brüssel.

Die offizielle Informationsseite business.belgium.be liefert Hinweise über Formalitäten die bei der Gründung einer Firma zu erfüllen sind.

Informationen über sämtliche Formalitäten die ein Unternehmen berücksichtigen muss, das in Belgien tätig werden will, sind zu finden im Verfahrenshandbuch.

Besonderheiten, die bei Bau- und Montagearbeiten zu beachten sind, hat die Deutsch-Belgisch-Luxemburgische Handelskammer in einem Merkblatt zusammengefasst. 

Spezifika die im Geschäftsleben zu beachten sind, hat gtai im Leitfaden "Verhandlungspraxis kompakt" zusammengetragen.

Die Deutsche Botschaft in Belgien bietet Informationen über aufenthaltsrechtliche Bestimmungen. 

Über zu beachtende Meldepflichten ausländischer Arbeitgeber, die vorübergehend einen oder mehrere Arbeitnehmer nach Belgien entsenden wollen oder im Ausland ansässige Selbstständige, die vorübergehend Dienstleistungen in Belgien erbringen, informiert das Portal Limosa.

 

Bei der Unternehmensgründung in Belgien muss unterschieden werden, ob man ein Einzelunternehmen, eine rechtlich selbstständige Gesellschaft (filiale/filiaal) oder eine unselbstständige Zweigniederlassung (succursale/bijkantoor) gründen möchte. Informationen zum Für und Wider bietet die Förderagentur Flanderns

Belgien-Unternehmen-Recht

Ein Einzelunternehmen ist die einfachste Art eine selbstständige Aktivität auszuüben. Es gibt keine Anforderungen an das Startkapital, der Unternehmer ist sein eigener Chef und kann schnell an den Start gehen. Allerdings trägt er auch das Risiko allein und mit seinem Privatvermögen.

 

Wenn es eine rechtlich selbstständige Gesellschaft sein soll, dann muss die Rechtsform bestimmt werden.

Das belgische Gesellschaftsrecht bietet Unternehmen zahlreiche Gesellschaftsformen:

AG: société anonyme (SA) – naamloze vennootschap (NV)
Das Mindestgrundkapital beträgt 61.500 EUR, bei Gründung ist mindestens ein Viertel einzuzahlen. Zur Gründung sind mindestens zwei Gesellschafter erforderlich. Die Gesellschafter haften lediglich bis zur Höhe ihrer Einlage. Für AGs, die nach dem 1. Mai 2019 gegründet werden, besteht die Möglichkeit der Gründung mit einem Aktionär.

GmbH: société privée à responsabilité limitée (SPRL) – besloten vennootschap met beperkte aansprakelijkheid (BVBA)
Diese Gesellschaftsform wird am häufigsten gewählt. Es gibt keine Mindestanforderung an das Anfangskapital, aber es muss der Tätigkeit des Unternehmens ausreichend Rechnung tragen. Die Gründung der Gesellschaft kann durch eine Person erfolgen. Die Haftung der Gesellschafter ist auf ihre Einlage begrenzt.

oHG: société en nom collectif (SNC) – vennootschap onder Firma (VOF)
Die Gründung erfolgt durch zwei oder mehr Personen, die Haftung der Gesellschafter ist unbegrenzt, es besteht kein Mindestkapital.

KG: société en commandite simple (SCS) – commanditaire vennootschap (Comm.V)
Es ist kein Mindestkapital vorgeschrieben, gegründet wird sie durch einen oder mehrere Komplementäre und einen oder mehrere Kommanditisten, der Kommanditist haftet bis zu seiner Einlage, der Komplementär gesamtschuldnerisch und uneingeschränkt, der Kommanditist darf keine verwaltungstechnische Aktionen ausführen.

KGaA: Société en commandite par actions (SCA) - commanditaire vennootschap op aandelen (Comm.VA)
Das Mindestgrundkapital beträgt 61.500 Euro. Diese Gesellschaftsform besteht aus mindestens zwei Aktionären, von denen einer Komplementär und der andere Kommanditist ist, die Aktien sind im freien Handel zu erwerben.

Zugang zu einer Vielzahl von Informationen der öffentlichen Dienste, die für Unternehmen bestimmt sind, befindet sich auf der offiziellen deutschsprachigen Internetseite Belgiens.

Zur Abfolge der Unternehmensgründung finden Sie dort ebenfalls Informationen.

Für den Start eines Unternehmens in der Region Brüssel-Hauptstadt gibt es Hinweise (in niederländischer Sprache) auf der Internetseite des Informationsdienstes der Hauptstadt.

Belgien-Unternehmen-Register

Die Gründungsurkunde einer Gesellschaft ist bei der Gerichtskanzlei des Handelsgerichts einzureichen, in der die Gesellschaft ihren Sitz hat. Dadurch erlangt die Gesellschaft Rechtsfähigkeit. Anschließend erfolgt die Eintragung in die Unternehmensdatenbank. 

Diese zentrale Datenbank der Unternehmen ist die so genannte „Kruispuntbank van Ondernemingen / Banque Carrefour des Entreprises (KBO). Diese zentrale Datenbank der Unternehmen ist ein Verzeichnis des Förderalen Dienstes Wirtschaft. Sie wurde gegründet, um die Verwaltungsverfahren für Unternehmen zu erleichtern, da es dem Staat nur einmal die Daten übermitteln muss. Über diese zentrale Unternehmensdatenbank können Basisdaten belgischer Unternehmen recherchiert werden (keine Finanzdaten). 

Die Unternehmensdatenbank wird von so genannten Unternehmensschaltern geführt. Diese privaten, staatlich anerkannten Unternehmensschalter übernehmen entsprechend auch die Registrierung. Diese Unternehmensschalter sind über ganz Belgien verstreut und können frei gewählt werden, unabhängig davon, in welcher Region das Unternehmen angesiedelt ist.

Alle Gesellschaften mit Sitz in Belgien unterliegen der Körperschaftsteuer. In dem Land wird nicht zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften unterschieden. 

Der Standard-Steuersatz liegt bei 25 Prozent.

Belgien-Unternehmen-Steuer

Für kleine und mittlere Unternehmen gilt unter bestimmten Bedingungen für die ersten 100.000 Euro steuerpflichtigen Gewinns seit dem 1. Januar 2020 ein Satz von 20 Prozent.

Die Steuerabteilung für ausländische Investitionen des Föderalen Öffentlichen Dienstes Finanzen informiert interessierte ausländische Investoren, bzw. ansässige ausländische Investoren:

Cel Fiscaliteit van de Buitenlandse Investeringen
Federale Overheidsdienst FINANCIËN
North Galaxy
König-Albert-II-Allee 33 Bus 22, 1030 Brüssel - BELGIEN
E-Mail: taxinvest@minfin.fed.be, Internet: https://financien.belgium.be/nl/over_de_fod/structuur_en_diensten/algemene_administraties/beleidsexpertise-en-ondersteuning-0-2

Um Investoren eine größere Rechtssicherheit zu geben, ermöglicht die belgische Steuergesetzgebung eine Vorabentscheidung in Steuerangelegenheiten anzufragen, an diese ist sie maximal fünf Jahre lang gebunden.

Dienst Vorabentscheidungen in Steuerangelegenheiten
Rue de la Loi 24, 1000 Brüssel - Belgien
Tel.: 032 257 938 00
Fax: 032 257 951 01
E-Mail: dvbsda@minfin.fed.be, Internet: https://www.ruling.be

Belgien-Geschäft-Mehrwertsteuer

Der reguläre Satz beträgt 21 Prozent. Der ermäßigte Satz von zwölf Prozent gilt insbesondere für Bauarbeiten, sowie den sozialen Wohnungsbau. Ferner für Reifen für landwirtschaftliche Geräte. Ein Satz von sechs Prozent gilt unter anderem für Nahrungsmittel, Bücher und pharmazeutische Produkte. 

Für Tages- und Wochen-Publikationen sowie bestimmte recycelte Güter gibt es einen Satz von Null Prozent.

Für kleinere Unternehmen gibt es die Mehrwertsteuerbefreiung. Grundvoraussetzung ist, dass der Jahresumsatz 35.000 EUR nicht übersteigt. Mehr Informationen dazu finden sich auf Niederländisch beim belgischen Finanzministerium.

Das aktuelle Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Belgien und Deutschland ist vom 11. April 1967 (BGBl. II 1969, S.17). In Kraft ist es seit dem 30. Juli 1969. 

Belgien-Geschäfte-über-Grenzen

Der Text des derzeitigen DBA und die Verständigungsvereinbarung von 2006 sind zu finden beim deutschen Bundesfinanzministerium über (-> Themen -> Steuern -> Internationales Steuerrecht -> staatenbezogene Informationen).

Belgien-Euro-Devisen

Der Zahlungsverkehr ist voll liberalisiert. Zu statistischen Zwecken müssen jedoch alle Außenhandelstransaktionen der belgischen Zentralbank gemeldet werden, sobald sie bei Importen 750.000 Euro im Jahr übersteigen und bei Exporten 1.000.000 Euro. 

Seit dem 1. Januar 2014 gibt es Einschränkungen für Bargeld-Zahlungen: Bei der Bezahlung von Waren und Dienstleistungen dürfen nicht mehr als 3.000 Euro in bar fließen. Im Immobilienbereich sind Bargeldtransaktionen verboten, so Auwi Bayern.

Es gibt keine rechtlichen Beschränkungen für EU-Staatsangehörige was den Erwerb von Grundeigentum betrifft. Bereits mit Abschluss des Kaufvertrages geht das Eigentum an einem Grundstück über. Der Satz für die Grunderwerbsteuer beträgt in Flandern 6 Prozent und im Rest von Belgien 12,5 Prozent.

Belgien-Immobilien-Erwerb

Dritten gegenüber kann das Eigentum aber nur entgegengehalten werden, wenn der Eigentumsübergang in das Katasterregister eingetragen ist. Dies setzt einen notariellen Kaufvertrag voraus.

Für Flandern gibt es einen Leitfaden über die Suche nach einer Unternehmensimmobilie.

Belgien-Steuern-Vergünstigungen

Eine Übersicht über Steuervergünstigungen für Unternehmen bietet das offizielle Informationsportal business.belgium.be. Zum Beispiel gilt für kleine und mittlere Unternehmen für die ersten 100.000 Euro steuerpflichtigen Gewinns ein Satz von 20 Prozent.

Eine bedeutende Steuervergünstigung ist der fiktive Zinsabzug für Eigenkapital, der "notionele interestaftrek". Wenn eine Investition aus Eigenkapital finanziert wird, kann das Unternehmen seinen Gewinn um einen fiktiven Zinssatz reduzieren. Diese Maßnahme dient der Gleichsetzung der Eigenkapitalfinanzierung mit der Fremdfinanzierung, da in letzterem Fall Kreditzinsen vom Gewinn abgezogen werden können. Dieser fiktive Zinssatz wird vom Finanzministerium festgesetzt. Mehr Informationen zum notionele interestaftrek bietet das belgische Finanzministerium.

 

Um technische Innovationen in Belgien zu stimulieren, gibt es verschiedene Steueranreize für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

 

Für Investitionen in audiovisuelle Produktionen gibt es ein Tax Shelter-Programm. Hierdurch können entsprechende Unternehmen Unterstützung erhalten. Eine Broschüre zum Tax Shelter-Programm bietet das belgische Finanzministerium.

 

Die Steuerabteilung für ausländische Investitionen des Föderalen Öffentlichen Dienstes Finanzen informiert interessierte ausländische Investoren und bereits in Belgien ansässige ausländische Investoren:

Steuerabteilung für ausländische Investitionen
Federal Public Service Finance
Fiscal Departement of Foreign Investments, Federale Overheidsdienst Financien
Koning Albert II-laan 33 bus 22, 1000 Brüssel - BELGIEN
Tel.: +32 257 938 68
Fax: +32 257 951 12
E-Mail: taxinvest@minfin.fed.be, Internet: https://finanzen.belgium.be/de/uber_den_fod/struktur_und_dienste/allgemeine_verwaltungen/strategische-expertise-und-unterst%C3%BCtzung-0

 

Um Investoren eine größere Rechtssicherheit zu geben, ermöglicht die belgische Steuergesetzgebung eine Vorabentscheidung in Steuerangelegenheiten anzufragen, an diese ist sie maximal fünf Jahre lang gebunden.

Dienst Vorabentscheidungen in Steuerangelegenheiten
Parliament Corner
Rue de la Loi 24, 1000 Brüssel - Belgien
Tel.: 032 257 938 00
Fax: 032 257 951 01
E-Mail: dvbsda@minfin.fed.be, Internet: https://www.ruling.be/nl

 

Weitere Angebote: Für die Beschäftigung von Personal mit wissenschaftlichen Aufgaben gibt es steuerliche Vergünstigungen. Reduzierte Sozialabgaben sind Teil der Regionalförderung. Vorübergehend nach Belgien entsandte Expatriates fallen unter ein besonderes Steuerregime.

Mit der Aufbau- und Resilienzfazilität in Höhe von 672,5 Milliarden Euro, davon 312,5 Milliarden Euro an Zuschüssen, will die Europäische Union die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Wirtschaft und Gesellschaft abfedern.

Der belgische Aufbau- und Resilienzplan, mit dem das Land 5,9 Milliarden Euro an Zuschüssen aus dieser Aufbau- und Resilienzfazilität bekommen möchte, ist im Juni 2021 von der EU-Kommission positiv bewertet worden. Im Juli 2021 hat der Europäische Rat den Plan genehmigt, so dass jetzt erste Gelder fließen können.

Belgien-Unternehmen-Förderung

Für die Förderperiode 2021 bis 2027 ist im Juli 2021 die neue Fördergebietskarte für Belgien veröffentlicht worden. Sie teilt das Land in stärker entwickelte, Übergangsregionen und weniger entwickelte Regionen ein. Diese Fördergebietskarte ermöglicht dann gezielte staatliche Beihilfen für Unternehmen, um die Förderung der regionalen Entwicklung voranzubringen. Diese Regionalbeihilfen dienen der Förderung des Wirtschaftswachstums und der Stärkung des Zusammenhalts im Binnenmarkt. Ab 1. Januar 2022 gelten neue Leitlinien für Regionalbeihilfen.

 Derzeit haben Belgien und die EU-Kommission noch kein Partnerschaftsabkommen für die Förderperiode 2021 bis 2027 abgeschlossen, das die Strategie für den landesweiten Einsatz der europäischen Struktur- und Investitionsfonds beinhaltet. Auf Basis dieses Partnerschaftsabkommens werden dann operationelle Programme entwickelt, in denen die Investitionsprioritäten und konkreten Maßnahmen Belgiens und seiner Regionen festgelegt sind. Sobald dies erfolgt ist, werden die Angaben in dieser Länderinformation ergänzt.

Informationen zur Kohäsionspolitik der EU für die Periode 2021 bis 2027 hat die EU auf einer Internetseite zusammengefasst, dort können für einzelne Elemente Filter gesetzt werden.

Generell ist Belgien ein stark föderal geprägter Staat. Daher werden Förderprogramme – unter ihnen Investitionszuschüsse, Zinsvergünstigungen und Beschäftigungsprämien – auf der Ebene der drei Regionen (Flandern, Wallonien, Brüssel) und der deutschsprachen Gemeinschaft angeboten. National angeboten werden Steuervergünstigungen (siehe dort).

Bundesweit war bislang von der föderalen Regierung der "Fonds de Participation" bereitgestellt worden. Er sollte Selbstständigen oder kleinen Unternehmen in der Gründung, Expansion oder bei einer Umwandlung Unterstützung gewähren. Durch die 6. Staatsreform unterliegt die Gewährung neuer Kredite seit dem 1. Juli 2014 der Zuständigkeit der Regionen. Die Kontaktstellen lauten:

Sowalfin für Wallonien: https://www.sowalfin.be/
Finance.Brussels für Brüssel: https://www.finance.brussels/nl
ParticipatieMaatschappij Vlaanderen (PMV) für Flandern: https://www.pmvz.eu.

Die Europäische Union unterstützt Unternehmen in Belgien mit einer breiten Palette von EU-Programmen, die Darlehen, Bürgschaften, Risikokapital und andere Formen der Eigenkapitalfinanzierung bereitstellen. Diese Finanzinstrumente werden von Finanzintermediären wie Banken, Risikokapitalfonds und anderen Finanzinstituten verwaltet. Ansprechpartner sind lokale Kreditinstitute. Über den Zugang zu Finanzmitteln gibt es einen Überblick.

Neben finanzieller Unterstützung, gibt es die Einrichtungen des Enterprise Europe Network, die im Auftrag der EU arbeiten. Sie beraten vor allem mittelständische Unternehmen über EU-Fragen und grenzüberschreitende Kooperationsmöglichkeiten. Der EuropaService der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe kooperiert mit diesem Netzwerk. Die Organisationen des belgischen Enterprise Europe Network sind in 14 Städten zu finden.

- Regionalförderung Brüssel

Die Region Brüssel gibt Unternehmen die unterschiedlichsten Förderungen für die verschiedensten Vorhaben. Broschüren zu dem Themenkomplex finden Sie in niederländischer Sprache bei dem öffentlichen Dienst Brussel Economie en Werkgelegenheid. Dort gibt es auch eine Übersicht über sämtliche Unterstützungen, nach denen Sie fragen können. 

Für allgemeine Investitionen gibt es zum Beispiel Förderungen zwischen 5 und 30 Prozent, je nach Größe und Bestehen des Unternehmens sowie der Branche, in der es tätig ist und der Investitionssumme. Weitere Informationen hierzu finden Sie bei dem Brüsseler Informationsdienst für Unternehmen.

Um sich darüber zu informieren, ob Förderungen möglich sind, gibt es ein Abfrage-Instrument.

Für Gründer, die zuvor arbeitslos waren, gibt es seit Januar 2018 eine Unterstützung in Höhe von 4.000 Euro verteilt auf sechs Monate. Im ersten Monat gibt es 1.250 Euro, im zweiten 1.000, im dritten 750, im vierten 500 und im fünften und sechsten jeweils 250 Euro. 

Für spezifische Investitionen im Bereich Umwelt z.B. für Energieeinsparung können Unternehmen verschiedene Formen der Unterstützung erhalten.

Für Investitionen, die der Anpassung an europäische Normen dienen, gibt es von der Region Brüssel Unterstützung bis maximal 40 Prozent der Investitionskosten. Voraussetzung ist, dass die Investitionssumme zwischen 5.000 und 80.000 Euro liegt.

Im Bereich F&E sind verschiedene Förderungen möglich. Die zuständige Behörde ist Innoviris, die weitere Informationen hierzu bietet.

Die Anträge sind je nach Programm an eine Vielzahl regionaler Stellen / Behörden zu stellen. Zuständig für detaillierte Auskünfte ist die Wirtschaftsförderstelle hub.brussels (früher "impulse.brussels" oder „The Brussels Enterprise Agency“). Diese bietet für die unterschiedlichsten Fragen Unterstützung an.

hub.brussels
Chaussée de Charleroi 110, 1060 Brussels - BELGIEN
Tel : +32 (0)2 422 00 20
E-Mail: info@hub.brussels, Internet: https://hub.brussels/nl/

Es besteht die Möglichkeit, eine Datenbankabfrage zu Förderangeboten zu starten, dort werden sämtliche Angebote der Region Brüssel aufgelistet. Bei einer Abfrage werden allerdings in der Regel immer so viele Ergebnisse aufgelistet, dass sich hieraus ohnehin Rückfragen ergeben. Eine direkte Anfrage an "hub.brussels" kann den Weg ggf. abkürzen.

Was Banken bieten um Unternehmen und Innovationen zu unterstützen, hat 1819.brussels hier zusammengefasst.

Die Société Régionale d'investissement de Bruxelles, S.R.I.B./Gewestelijke Investeringsmaatschappij voor Brussel, G.I.M.B. und ihre Tochter finance.brussels sind der Finanzierungspartner für die Gründung, Reorganisation oder das Wachstum von Privatunternehmen in der Hauptstadtregion. 

- Regionalförderung Flandern

Das Leitbild der Entwicklung von Flandern ist im Plan "Visie 2050" erläutert. Darin enthalten sind sieben Schwerpunkte: Wirtschaftskreislauf, Wohnen und Leben, Industrie 4.0, lebenslanges Lernen, Zusammenleben im Jahr 2050, Mobilität und nachhaltige Energie.

Eine Übersicht von Anreizen in Flandern bietet die Investitionsförderagentur von Flandern.

Die Agentur Flanders Investment & Trade gibt darüber hinaus Hilfestellung beim Ausfüllen der Antragsformulare.

Flanders Investment & Trade
Koning Albert II-laan 37, 1030 Brüssel - BELGIEN
E-Mail: info@fitagency.be, Internet: https://www.flandersinvestmentandtrade.com/invest/en
In Deutschland gibt es in Berlin, Köln und Stuttgart Kontaktpunkte, zu finden sind diese unter https://www.flandersinvestmentandtrade.com/invest/en/contactus/255.

Informationen über Förderungen von ökologischen Maßnahmen bietet die Agentur für Innovation & Unternehmertum.

Auch Investitionen in Energiesparmaßnahmen durch Unternehmen können auf unterschiedliche Weise gefördert werden. 

Die „Digitale Subsidiedatabank“ von der Vlaamse Agentschap Innoveren & Ondernemen unterstützt Unternehmen bei der Suche nach Fördermöglichkeiten dort sind auch verschiedene Broschüren erhältlich.

Die F&E-Förderung in Flandern läuft über die Vlaamse Agentschap Innoveren & Ondernemen, früher Agentschap voor Innovatie door Wetenschap en Technologie. 

Die Aufgaben des früher föderalen Beitragsfonds/Participatiefonds/Fonds de Participation ist am 1. Juli 2014 auf die Regionen übergegangen, für Flandern ist dies jetzt die Participatie Maatschappij Vlaanderen (PMV).

In einer Broschüre sind Informationen rund um das Thema Finanzierungen gebündelt worden.


- Regionalförderung Wallonien

Die Region Wallonien hilft Unternehmen mit einer Reihe von Anreizen für deren Entwicklung, hierzu gehören beispielsweise die Förderung von Investitionen und Beschäftigung sowie die Exporthilfe und Forschung. 

Für die Förderung von Investitionen hängt die Höhe der Förderung von der Zahl der zu schaffenden Arbeitsplätze, der Größe des Unternehmens, dem Sektor, dem Projekt und der Region, in der die Investition getätigt wird, ab. Eine Übersicht über die Fördermöglichkeiten bietet die wallonische Förderagentur. Dort ist auch eine Übersicht über Entwicklungszonen zu finden, in denen es eine höhere Förderung gibt. Auf Deutsch gibt es lediglich eine kurze Übersicht.

Um die Schaffung von Arbeitsplätzen zu unterstützen gibt es ebenfalls Förderungen.

Informationen über die Förderung von Forschung und Entwicklung in Wallonien sind ebenfalls bei der wallonischen Förderagentur zu finden.

Hilfestellung bei der Ansiedlung (inkl. Standort- und Personalsuche) und bei der Wahl / Beantragung von Fördermitteln in der Wallonie erteilt

Office for Foreign Investors OFI
Wallonia Export & Investment Agency
Namur Office Park
Avenue des Dessus de Lives, 6, 5101 Namur-Loyers - BELGIEN
Tel.: +32 81 33 28 50
Internet: http://www.investinwallonia.be

Diese Agentur hat in folgenden deutschen Städten Büros: Berlin, Hamburg, Köln und München.

Kleine und mittlere Unternehmen können sich für die Finanzierung ihrer Vorhaben an den SOWALFIN Fonds wenden, dieser hat seit dem 1. Juli 2014 die Aufgaben des früher föderal verwalteten Beitragsfonds für Wallonien übernommen.

 

- Deutschsprachige Gemeinschaft, Ostbelgien

Die Deutschsprachige Gemeinschaft hat für die Unterstützung von Unternehmen eine Wirtschaftsfördergesellschaft. Diese verteilt selbst keine Gelder, informiert aber über öffentliche Finanzierungsmöglichkeiten. Ferner hilft sie unter anderem bei der Standortsuche und begleitet bei Anträgen von Genehmigungen. 

Die Ostbelgieninvest (OBI) ist die Risikokapitalgesellschaft in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und deren Umgebung. Gegründet durch private Unternehmen aus Ostbelgien und durch die Wallonische Region hat die Agentur Ostbelgieninvest den Auftrag, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch Finanzierung und Beratung zu unterstützen und zu fördern. 

Das Fördersystem ist stark regional differenziert. Entsprechend viele Zuständige bzw. Auskunftsstellen gibt es für Interessierte.

Die zentrale Anlaufstelle für Auslandsinvestoren sitzt beim Wirtschaftsministerium. Sie gibt jedoch nur sehr allgemeine Auskünfte.

SPF Economie /Förderale Dienst Wirtschaft, Mittelstand und Energie/Federale Overheidsdienst Economie, K.M.O., Middenstand en Energie
Service Public Fédéral Economie, P.M.E., Classes moyennes et Energie
City Atrium C, Rue du Progrès 50, 1210 Brüssel - BELGIEN
Tel.: +32 800 120 33 
Fax: +32 800 120 57
E-Mail: info.eco@economie.fgov.be, nternet: https://economie.fgov.be/de

 

Konkrete Ansiedlungsunterstützung und Angaben zur Investitionsförderung bieten die Förderagenturen der drei Regionen Brüssel, Flandern und Wallonien.

 

Seit Januar 2018 sind die drei Institutionen (Atrium.brussels, Impulse.brussels und Brussels Invest & Export) zu einer Organisation verschmolzen, dem Hub.Brussels 
Chaussée de Charleroi 110, 1060 Brussels - BELGIEN
Tel : +32 (02) 422 00 20
E-Mail: info@hub.brussels, Internet: https://hub.brussels

(Es gibt auch Ansprechpartner in Deutschland, die Wirtschafts- und Handelsattachés der Region Brüssel in Deutschland sind zu finden unter https://hub.brussels/nl/volledige-lijst-van-economische-en-commerciele-attaches/.


Flanders Investment & Trade
Koning Albert-II laan 37, 1030 Brüssel - BELGIEN
Internet: https://www.flandersinvestmentandtrade.com/invest/en  (Es gibt auch Ansprechpartner in Berlin, Köln, München und Stuttgart, zu finden unter https://www.flandersinvestmentandtrade.com/invest/en/contactus/255).

Office for Foreign Investors OFI
Wallonia Export & Investment Agency
Namur Office Park
Avenue des Dessus de Lives, 6, 5101 Namur-Loyers - BELGIEN
Tel.: +32 81 33 28 50
 Internet: http://www.investinwallonia.be (Es gibt auch Ansprechpartner in Aachen, Berlin, Köln, Hamburg und München. Zu finden sind diese unter https://www.awex-export.be/fr/contacts/conseillers-economiques-et-commerciaux)

 

Ansprechpartner in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgien sind zu finden unter https://ostbelgienlive.be/.
Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostbelgien VoG: https://www.wfg.be/

Das Kammernetzwerk in Belgien hat eine gemeinsame Startseite im Internet: https://belgianchambers.be/en/. Lokale IHKs in Belgien sind zu finden unter https://belgianchambers.be/en/the-chambers-of-commerce/the-chambers-in-belgium/#chambers.

 

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland beim Königreich Belgien
Rue Jacques de Lalaingstraat 8 - 14, 1040 Brüssel - BELGIEN
Tel.: +32 2 787 18 00
E-Mail: info@bruessel.diplo.de
Internet: https://bruessel.diplo.de/

Deutsch-Belgisch-Luxemburgische-Handelskammer
Manhattan Office Tower
21 Avenue du Boulevard, 1210 BRÜSSEL
Tel.: +32 2 203 50 40
E-Mail: ahk@debelux.org,
Internet: https://debelux.ahk.de/

AHK Debelux Köln
Friedrichstrasse 42-44, 50676 Köln
Tel.: 0221 2575-477
E-Mail: debelux@koeln.ihk.de

Botschaft des Königreichs Belgien
Jägerstraße 52 - 53, 10117 Berlin
Tel.: 030 20642-0
Fax: 030 20642-200
E-Mail: berlin@diplobel.fed.be
Internet: https://germany.diplomatie.belgium.be/de

Leiter der Wirtschafts- und Handelsabteilung:
Wallonie und Brüssel: 030 206586-406
Flandern: 030 20642-502
Deutschsprachige Gemeinschaft, Ostbelgien: 030 206186410

Die belgischen Regionen haben in verschiedenen Städten in Deutschland Handelsvertretungen eingerichtet. Die Adressen sind zu finden unter https://germany.diplomatie.belgium.be/de/handelsvertretungen-der-belgischen-regionen-deutschland.

Einen kurzen allgemeinen Einblick mit einer Reihe von Links zu Anlaufstellen in Deutschland und Belgien gibt das Außenwirtschaftsportal IXPOS.

Germany Trade and Invest (gtai), stellt eine Vielzahl von Informationen zu Belgien zur Verfügung. 

Einen Leitfaden für Exporte nach Belgien erstellt das Außenwirtschaftszentrum Bayern in Zusammenarbeit mit der Außenwirtschaft Österreich.

Ausschreibungen der öffentlichen Hand auf nationaler Ebene finden Sie unter folgendem Link. Öffentliche Ausschreibungen aus Belgien, die aufgrund ihres Umfangs europaweit publiziert werden, finden Sie unter Ted.

Belgien hat zur Orientierung für Unternehmen ein offizielles Wirtschaftsportal erstellt. 

Für vorübergehende Arbeitsaufenthalte gilt in Belgien eine Meldepflicht


Um Geschäftspartner in Belgien zu finden, bietet Ihnen der EuropaService verschiedene Möglichkeiten an, die auf unseren Webseiten im Bereich Kooperationsservice vorgestellt werden. In der Rubrik Eurokontakte stehen beispielsweise anonymisierte Kurzprofile belgischer Unternehmen, die auf der Suche nach Geschäftspartnern in Deutschland sind. Eine Auswahl internationaler Kooperationsbörsen/Unternehmerreisen findet sich im Bereich Unternehmertreffen und um sein eigenes Profil im Ausland zu veröffentlichen, gibt es die aktive Geschäftspartnersuche. Einzelheiten sind in unserem Leitfaden erläutert. Die Abläufe sind in einer Grafik übersichtlich dargestellt. Bei Fragen helfen wir gern weiter europaservice@dsgv.de, Tel.: 0 30 20225-5798.

Ihre Sparkasse ist Ihr Ansprechpartner auch für alle Fragen rund um die Begleitung internationaler Geschäftsvorhaben in Belgien. Sie greift für ein breites Informations- und Leistungsangebot auf eigene Kenntnisse, auf Verbundpartner wie den EuropaService, auf ein Netzwerk internationaler Partnerbanken und weitere Spezialisten der Sparkassen-Finanzgruppe zurück. Diese Partner bilden das internationale Netzwerk der Sparkassen-Finanzgruppe.

Hilfestellung, Beratung, Vor-Ort-Begleitung und die passenden Finanzprodukte für Ihr Vorhaben in Belgien, erhalten Sie aus einer Hand über Ihren Firmenkunden- oder Auslandsfachberater. 

Falls Sie noch kein Kunde einer Sparkasse sind und Ihnen Ansprechpartner zu Belgien fehlen, wenden Sie sich einfach an den EuropaService. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Ihre Sparkasse vor Ort können Sie auch mit Hilfe der folgenden Internetadresse finden https://www.sparkasse.de/service/filialsuche.html.

© Diese Ausarbeitung oder Teile aus ihr dürfen ohne Erlaubnis des EuropaService der Sparkassen-Finanzgruppe nicht reproduziert werden. Zitate sind mit Nennung der Quelle gestattet. Die Weitergabe durch Institute der Sparkassen-Finanzgruppe an deren Kunden ist frei.

Diese Angaben haben wir mit größtmöglicher Sorgfalt aus vielen Quellen zusammen gestellt. Wegen der sich ständig weiter ändernden Rahmenbedingungen können wir jedoch für Vollständigkeit und Inhalt der Informationen keine Gewähr übernehmen. Komplette Bearbeitung: Stand September 2021. Die neueste pdf-Version des Länderinfo kann am besten jeweils aktuell von der Internetseite (https://europaservice.dsgv.de/laenderinfos/albanien-grossbritannien/belgien.html) generiert werden, da einige Entwicklungen laufend eingearbeitet werden, ohne dass das Erstellungsdatum geändert wird.

Iris Hemker
Länderinfos, Kooperationsservice


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