
Belgien besitzt einen guten Branchenmix
Belgiens Bevölkerung nimmt zu, derzeit sind es 12 Millionen Einwohner.
Der Belgier gilt als konsumfreudiger Genussmensch.
Der gesetzliche Mindestlohn liegt bei 12,57 Euro pro Stunde.
Die Löhne müssen in Belgien mit der Inflation steigen.
Belgiens verarbeitende Industrie verfügt über viele Roboter.

Aktuelles und Perspektiven
- Belgien will sich als europäische Logistikdrehscheibe für grünen Wasserstoff etablieren.
- Bis 2040 wird mit einer jährlichen Zunahme der Bevölkerung um 0,4 Prozent gerechnet, wobei die Zahl der Haushalte um 0,6 Prozent zunehmen wird.
- Aufgrund der demografischen Entwicklung wird es künftig ein hohes Potenzial für seniorengerechte Produkte geben, so gtai.
- Zunehmend größerer Beliebtheit erfreut sich der Kauf via Internet.
- Wegen der heterogenen Bevölkerung wird Brüssel gern als Testmarkt eingesetzt.
- Die logistische Lage ist für viele Unternehmen ausschlaggebend, sich in Belgien zu engagieren.
- Die föderalen und die regionalen Behörden stehen ausländischen Investoren gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Steckbrief Belgiens Wirtschaft
- Im Jahr 2024 wurde ein Bruttoinlandsprodukt von 615 Milliarden Euro erwirtschaftet, so gtai.
- Die Wirtschaft des Landes ist in den autonomen Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel-Hauptstadtregion sehr unterschiedlich aufgestellt: Die Industrie ist eher in Flandern ansässig und weniger im Süden. Flandern erwirtschaftet etwa 63 Prozent des BIP, während Wallonien auf knapp 20 Prozent kommt, den Rest erwirtschaftet die Hauptstadtregion Brüssel.
- Der Außenhandel Belgiens richtet sich vor allem auf Deutschland, Frankreich und die Niederlande aus.
- Die deutschen Ausfuhren nach Belgien betrugen 2024 knapp 59 Milliarden Euro und die Einfuhren knapp 48 Milliarden Euro. Deutschland liegt mit diesen Werten bei den Hauptabnehmerländern auf Platz 1 mit einem Anteil von 15 Prozent. Bei den Hauptlieferländern belegt Deutschland Platz 2 mit einem Anteil von fast 14 Prozent.
- Die ausländischen Direktinvestitionen in Belgien belaufen sich auf fast 578 Milliarden US-Dollar, Deutschlands Anteil hieran beträgt 1,2 Prozent, was den 8. Platz bedeutet. Laut Angaben des DIHK sind rund 700 aktive Unternehmen aus Deutschland in Belgien investiert.
Bedeutende Branchen
Hier geht es zu den wichtigsten Branchen in Flandern
Hier geht es zu wichtigen Branchen in der Hauptstadtregion
Hier geht es zu wichtigen Branchen in Wallonien
Unternehmensformen in Belgien
Bei der Unternehmensgründung in Belgien muss unterschieden werden, ob man ein Einzelunternehmen, eine rechtlich selbstständige Gesellschaft oder eine unselbstständige Zweigniederlassung gründen möchte. Informationen zum Für und Wider der jeweiligen Unternehmensform bietet der Föderale Öffentliche Dienst Wirtschaft.
- Ein Einzelunternehmen ist die einfachste Art eine selbstständige Aktivität auszuüben. Es gibt keine Anforderungen an das Startkapital, der Unternehmer ist sein eigener Chef und kann schnell an den Start gehen. Allerdings trägt er auch das Risiko allein und mit seinem Privatvermögen.
- Wenn es eine rechtlich selbstständige Gesellschaft sein soll, dann muss die Rechtsform bestimmt werden. Das belgische Gesellschaftsrecht bietet Unternehmen zahlreiche Gesellschaftsformen:
- AG: société anonyme (SA) – naamloze vennootschap (NV)Das Mindestgrundkapital beträgt 61.500 EUR, bei Gründung ist mindestens ein Viertel einzuzahlen. Zur Gründung reicht ein Gesellschafter aus. Die Gesellschafter haften lediglich bis zur Höhe ihrer Einlage.
- GmbH: société privée à responsabilité limitée (SPRL) – besloten vennootschap met beperkte aansprakelijkheid (BV)Diese Gesellschaftsform wird am häufigsten gewählt, sie gilt als geeignetste Rechtsform für kleine und mittlere Unternehmen. Es gibt keine Mindestanforderung an das Anfangskapital, aber es muss der Tätigkeit des Unternehmens ausreichend Rechnung tragen. Die Gründung der Gesellschaft kann durch eine Person erfolgen. Die Haftung der Gesellschafter ist auf ihre Einlage begrenzt.
- oHG: société en nom collectif (SNC) – vennootschap onder Firma (VOF)Die Gründung erfolgt durch zwei oder mehr Personen, die Haftung der Gesellschafter ist unbegrenzt, es besteht kein Mindestkapital.
- KG: société en commandite simple (SCS) – commanditaire vennootschap (Comm.V)Es ist kein Mindestkapital vorgeschrieben, gegründet wird sie durch einen oder mehrere Komplementäre und einen oder mehrere Kommanditisten, der Kommanditist haftet bis zu seiner Einlage, der Komplementär gesamtschuldnerisch und uneingeschränkt, der Kommanditist darf nicht in die Geschäftsführung eingreifen.
- KGaA: Société en commandite par actions (SCA) - commanditaire vennootschap op aandelen (Comm.VA)Das Mindestgrundkapital beträgt 61.500 Euro. Diese Gesellschaftsform besteht aus mindestens zwei Aktionären, von denen einer Komplementär und der andere Kommanditist ist, die Aktien sind im freien Handel zu erwerben.
Zugang zu einer Vielzahl von Informationen der öffentlichen Dienste, die für Unternehmen bestimmt sind, befindet sich auf der offiziellen deutschsprachigen Internetseite Belgiens.
Für den Start eines Unternehmens in der Region Brüssel-Hauptstadt gibt es Hinweise (in niederländischer Sprache) auf der Internetseite des Informationsdienstes der Hauptstadt.
Registrierung
- Die Gründungsurkunde einer Gesellschaft ist bei der Gerichtskanzlei des Handelsgerichts einzureichen, in der die Gesellschaft ihren Sitz hat. Dadurch erlangt die Gesellschaft Rechtsfähigkeit. Anschließend erfolgt die Eintragung in die Unternehmensdatenbank.
- Diese zentrale Datenbank der Unternehmen ist die so genannte „Kruispuntbank van Ondernemingen / Banque Carrefour des Entreprises (KBO). Sie ist ein Verzeichnis des Förderalen Dienstes Wirtschaft und wurde gegründet, um die Verwaltungsverfahren für Unternehmen zu erleichtern, da es dem Staat nur einmal die Daten übermitteln muss.
- Über diese zentrale Unternehmensdatenbank können Basisdaten belgischer Unternehmen recherchiert werden (keine Finanzdaten). Die Unternehmensdatenbank wird von so genannten Unternehmensschaltern geführt. Diese privaten, staatlich anerkannten Unternehmensschalter übernehmen entsprechend auch die Registrierung. Diese Unternehmensschalter sind mit Büros über ganz Belgien verstreut und können frei gewählt werden, unabhängig davon, in welcher Region das Unternehmen angesiedelt ist.
Steuerliche Aspekte
Körperschaftsteuer
- Alle Gesellschaften mit Sitz in Belgien unterliegen der Körperschaftsteuer. In dem Land wird nicht zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften unterschieden.
- Der Standard-Steuersatz liegt bei 25 Prozent.
- Für kleine und mittlere Unternehmen gilt unter bestimmten Bedingungen für die ersten 100.000 Euro steuerpflichtigen Gewinns seit dem 1. Januar 2020 ein Satz von 20 Prozent.
- Die Steuerabteilung für ausländische Investitionen des Föderalen Öffentlichen Dienstes Finanzen informiert interessierte ausländische Investoren, bzw. ansässige ausländische Investoren.
- Um Investoren eine größere Rechtssicherheit zu geben, ermöglicht die belgische Steuergesetzgebung eine Vorabentscheidung in Steuerangelegenheiten anzufragen, an diese ist sie maximal fünf Jahre lang gebunden.
Mehrwertsteuer
- Der reguläre Satz beträgt 21 Prozent. Der ermäßigte Satz von zwölf Prozent gilt insbesondere für den sozialen Wohnungsbau und Restaurant-Dienstleistungen. Ein Satz von sechs Prozent gilt unter anderem für Grundnahrungsmittel, Bücher und pharmazeutische Produkte. Für Tages- und Wochen-Publikationen sowie bestimmte recycelte Güter gibt es einen Satz von Null Prozent.
- Für kleinere Unternehmen kann es eine Mehrwertsteuerbefreiung geben. Grundvoraussetzung ist, dass der Jahresumsatz 25.000 EUR nicht übersteigt, sie müssen sich aber dennoch registrieren lassen. Mehr Informationen dazu finden sich auf Niederländisch beim belgischen Finanzministerium.
Doppelbesteuerungsabkommen
- Das aktuelle Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Belgien und Deutschland ist vom 11. April 1967 (BGBl. II 1969, S.17). In Kraft ist es seit dem 30. Juli 1969.
- Der Text des DBA und der Verständigungsvereinbarung mit dem belgischen Finanzministerium über die Zuordnung des Besteuerungsrechts bei Abfindungen an Arberitnehmer von 2006 sind zu finden beim deutschen Bundesfinanzministerium.
Immobilien
- Es gibt keine rechtlichen Beschränkungen für EU-Staatsangehörige, was den Erwerb von Grundeigentum betrifft. Bereits mit Abschluss des Kaufvertrages geht das Eigentum an einem Grundstück über. Der Satz für die Grunderwerbsteuer reicht von 0,2 bis 12,5 Prozent, je nach Region und Art der Transaktion.
- Dritten gegenüber kann das Eigentum nur entgegengehalten werden, wenn der Eigentumsübergang in das Katasterregister eingetragen ist. Dies setzt einen notariellen Kaufvertrag voraus.
- Für Flandern gibt es einen Leitfaden über die Suche nach einer Unternehmensimmobilie.
- Auch die Wirtschaftsförderung Ostbelgien bietet Unterstützung bei der Suche nach einer Immobilie an: Sie verwaltet eine Immobiliendatenbank, in der Gewerbeflächen und gewerbliche Objekte in Ostbelgien registriert sind.
- Die Region Wallonien bietet verschiedene Informationen zum Thema Real Estate an.
Steuervergünstigungen
- Eine Übersicht über Steuervergünstigungen für Unternehmen bietet das offizielle Informationsportal business.belgium.be. Zum Beispiel gilt für kleine und mittlere Unternehmen für die ersten 100.000 Euro steuerpflichtigen Gewinns ein Satz von 20 Prozent. Für Einnahmen aus Patenten etc. gibt es einen Abzug von 85 Prozent.
- Für Forschungs- und Entwicklungsbezogene Aktivitäten gibt es verschiedene Investitionsabzüge und Steuergutschriften. Die Förderagentur in Flandern gibt eine Übersicht.
- Es gibt einen Abzug für Risikokapital, dieser ersetzt den fiktiven Zinsabzug. Berechnungsgrundlage ist das zusätzliche Kapital. Der Abzug ist begrenzt auf zusätzliches Eigenkapital im 5-Jahres-Durchschnitt, der Abzugssatz wird jährlich berechnet.
- Auch die wallonische Förderagentur hat Informationen zu Steueranreizen in Wallonien veröffentlicht.
- Die Steuerabteilung für ausländische Investitionen des Föderalen Öffentlichen Dienstes Finanzen informiert interessierte ausländische Investoren und bereits in Belgien ansässige ausländische Investoren.
- Um Investoren eine größere Rechtssicherheit zu geben, ermöglicht die belgische Steuergesetzgebung eine Vorabentscheidung in Steuerangelegenheiten anzufragen, an diese ist sie maximal fünf Jahre lang gebunden.
Förderungen in Belgien
- Mit der Aufbau- und Resilienzfazilität in Höhe von 672,5 Milliarden Euro, davon 312,5 Milliarden Euro an Zuschüssen, will die Europäische Union die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Wirtschaft und Gesellschaft abfedern.
- Der belgische Aufbau- und Resilienzplan hat im Juli 2021 die Genehmigung bekommen. Über die Entwicklung und den Einsatz der Aufbaumittel in Belgien informiert die EU-Kommission.
- Für die Förderperiode 2021 bis 2027 ist im Juli 2021 die neue Fördergebietskarte für Belgien veröffentlicht worden. Sie teilt das Land in stärker entwickelte Regionen, Übergangsregionen und weniger entwickelte Regionen ein. Diese Fördergebietskarte ermöglicht dann gezielte staatliche Beihilfen für Unternehmen, um die Förderung der regionalen Entwicklung voranzubringen. Diese Regionalbeihilfen dienen der Förderung des Wirtschaftswachstums und der Stärkung des Zusammenhalts im Binnenmarkt. Seit 1. Januar 2022 gelten neue Leitlinien für Regionalbeihilfen. Mitte Juli 2022 hat die EU-Kommission die belgische Fördergebietskarte gebilligt.
- Mitte Dezember 2022 hat die EU-Kommission noch das Partnerschaftsabkommen mit Belgien für die Förderperiode 2021 bis 2027 abgeschlossen, das die Strategie für den landesweiten Einsatz der europäischen Struktur- und Investitionsfonds beinhaltet. Dieses Partnerschaftsabkommen bildet die Basis für die operationellen Programme, in denen Investitionsprioritäten und konkrete Maßnahmen Belgiens und seiner Regionen festgelegt sind.
- Die EU hat Informationen zur Kohäsionspolitik für die Periode 2021 bis 2027 auf einer Internetseite zusammengefasst, dort können für Belgien für einzelne Elemente Filter gesetzt werden.
Generell ist Belgien ein stark föderal geprägter Staat. Daher werden Förderprogramme – unter ihnen Investitionszuschüsse, Zinsvergünstigungen und Beschäftigungsprämien – auf der Ebene der drei Regionen (Flandern, Wallonien, Brüssel) und der deutschsprachigen Gemeinschaft angeboten. National angeboten werden Steuervergünstigungen (siehe dort).
Durch den "Fonds de Participation" war ebenfalls lange bundesweit Unterstützung von der föderalen Regierung bereitgestellt worden. Der Fonds sollte vor allem Selbstständigen oder kleinen Unternehmen in der Gründung, Expansion oder bei einer Umwandlung Förderung gewähren. Durch die 6. Staatsreform unterliegt die Gewährung neuer Kredite seit dem 1. Juli 2014 der Zuständigkeit der Regionen. Die Kontaktstellen lauten:
- Wallonie Entreprendre für Wallonien
- Finance.Brussels für Brüssel
- ParticipatieMaatschappij Vlaanderen (PMV) für Flandern
Die Europäische Union unterstützt Unternehmen in Belgien mit einer breiten Palette von EU-Programmen, die Darlehen, Bürgschaften, Risikokapital und andere Formen der Eigenkapitalfinanzierung bereitstellen. Diese Finanzinstrumente werden von Finanzintermediären wie Banken, Risikokapitalfonds und anderen Finanzinstituten verwaltet. Ansprechpartner sind lokale Kreditinstitute. Über den Zugang zu Finanzmitteln gibt es einen Überblick.
Neben finanzieller Unterstützung gibt es die Einrichtungen des Enterprise Europe Network, die im Auftrag der EU arbeiten. Sie beraten vor allem mittelständische Unternehmen über EU-Fragen und grenzüberschreitende Kooperationsmöglichkeiten. Der EuropaService der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe kooperiert mit diesem Netzwerk. Die Organisationen des belgischen Enterprise Europe Network sind in 12 Städten zu finden.
- Regionalförderung Brüssel
- Die Region Brüssel gibt Unternehmen die unterschiedlichsten Förderungen für die verschiedensten Vorhaben. Broschüren zu dem Themenkomplex finden Sie in niederländischer Sprache bei dem öffentlichen Dienst Brussel Economie en Werkgelegenheid. Dort gibt es auch eine Übersicht über sämtliche Unterstützungen. Um sich darüber zu informieren, ob Förderungen möglich sind, gibt es ein Abfrage-Instrument.
- Für Gründer, die zuvor arbeitslos waren, gibt es seit Januar 2018 eine Unterstützung in Höhe von 4.000 Euro verteilt auf sechs Monate. Im ersten Monat gibt es 1.250 Euro, im zweiten 1.000, im dritten 750, im vierten 500 und im fünften und sechsten jeweils 250 Euro.
- Prämie für Anpassungen an Normen: Erfordert eine neue Vorschrift, dass die Produktionsmethode geändert werden muss? Dann können Unternehmen eine Prämie erhalten, die 40 Prozent einer Investition zur Erfüllung einer Qualitäts-, Sicherheits- oder Hygienenorm ausgleicht. Der Investitionsbetrag muss zwischen 5.000 und 80.000 Euro liegen und weitere Voraussetzungen erfüllen.
- Für Förderungen in F&E ist die zuständige Behörde Innoviris, die weitere Informationen hierzu bietet.
- Die Anträge sind je nach Programm an eine Vielzahl regionaler Stellen / Behörden zu stellen. Zuständig für detaillierte Auskünfte ist die Wirtschaftsförderstelle hub.brussels (früher "impulse.brussels" oder „The Brussels Enterprise Agency“). Diese bietet für die unterschiedlichsten Fragen Unterstützung an.
- Es besteht die Möglichkeit, eine Datenbankabfrage zu Förderangeboten zu starten, dort werden sämtliche Angebote der Region Brüssel aufgelistet. Bei einer Abfrage werden allerdings in der Regel immer so viele Ergebnisse aufgelistet, dass sich hieraus ohnehin Rückfragen ergeben. Eine direkte Anfrage an "hub.brussels" kann den Weg ggf. abkürzen.
- Das Unternehmen finance.brussels ist der Finanzierungspartner für Start-ups, scale-ups und KMU in der Hauptstadtregion.
- Regionalförderung Flandern
- Das Leitbild der Entwicklung von Flandern ist im Plan "Visie 2050" erläutert. Darin sind sieben Schwerpunkte enthalten: Wirtschaftskreislauf, Wohnen und Leben, Industrie 4.0, lebenslanges Lernen, Zusammenleben im Jahr 2050, Mobilität und nachhaltige Energie.
- Eine Übersicht von Anreizen in Flandern bietet die Investitionsförderagentur von Flandern. Die Agentur Flanders Investment & Trade gibt darüber hinaus Hilfestellung beim Ausfüllen der Antragsformulare.
- In Deutschland gibt es Kontaktpunkte in Berlin, Köln und Stuttgart.
- Informationen über Förderungen von ökologischen Maßnahmen bietet die Agentur für Innovation & Unternehmertum. Die „Digitale Subsidiedatabank“ von der Vlaamse Agentschap Innoveren & Ondernemen unterstützt Unternehmen bei der Suche nach Fördermöglichkeiten dort sind auch verschiedene Broschüren erhältlich.
- Die F&E-Förderung in Flandern läuft über die Vlaamse Agentschap Innoveren & Ondernemen, früher Agentschap voor Innovatie door Wetenschap en Technologie.
- Die Aufgaben des früher föderalen Beitragsfonds/Participatiefonds/Fonds de Participation ist am 1. Juli 2014 auf die Regionen übergegangen, für Flandern ist dies jetzt die Participatie Maatschappij Vlaanderen (PMV).
- Um die Suche nach Finanzierungen zu erleichtern, wurden entsprechende Informationen in einer Broschüre gebündelt.
- Regionalförderung Wallonien
- Die Region Wallonien hilft Unternehmen mit einer Reihe von Anreizen für deren Entwicklung, hierzu gehören beispielsweise die Förderung von Investitionen und Beschäftigung sowie die Exporthilfe und Forschung. Eine Übersicht über die Fördermöglichkeiten bietet die wallonische Förderagentur. Sie hat auch eine Karte mit den Entwicklungszonen in Wallonien veröffentlicht, in denen es eine höhere Förderung geben kann.
- Im Bereich Beschäftigung gibt es ebenfalls Förderungen von Qualifizierungsmaßnahmen.
- Informationen über die Förderung von Forschung und Entwicklung in Wallonien sind ebenfalls bei der wallonischen Förderagentur zu finden.
- Hilfestellung bei der Ansiedlung (inkl. Standort- und Personalsuche) und bei der Wahl / Beantragung von Fördermitteln in der Wallonie erteilt das Office for Foreign Investors OFI, Wallonia Export & Investment Agency. Diese Agentur hat Büros in Berlin, Hamburg, Köln und München.
- Kleine und mittlere Unternehmen können sich für die Finanzierung ihrer Vorhaben an die Organisation Wallonie Entreprendre wenden.
- Deutschsprachige Gemeinschaft, Ostbelgien
- Die Deutschsprachige Gemeinschaft hat für die Unterstützung von Unternehmen eine Wirtschaftsfördergesellschaft errichtet. Diese verteilt selbst keine Gelder, informiert aber über öffentliche Finanzierungsmöglichkeiten. Ferner hilft sie unter anderem bei der Standortsuche und begleitet bei Anträgen von Genehmigungen.
- Die Ostbelgieninvest (OBI) ist die Risikokapitalgesellschaft in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und deren Umgebung. Gegründet durch private Unternehmen aus Ostbelgien und durch die Wallonische Region hat die Agentur Ostbelgieninvest den Auftrag, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch Finanzierung und Beratung zu unterstützen und zu fördern.
Weiterführende Quellen
- Die zentrale Anlaufstelle für Auslandsinvestoren sitzt beim Wirtschaftsministerium. Sie gibt jedoch nur sehr allgemeine Auskünfte.
- Konkrete Ansiedlungsunterstützung und Angaben zur Investitionsförderung bieten die Förderagenturen der drei Regionen
- Brüssel (Hub.Brussels)
- Flandern (Flanders Investment & Trade)
- Ansprechpartner in der deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgien und der Wirtschaftsfördergesellschaft Ostbelgien
- und Wallonien (Office for Foreign Investors OFIWallonia Export & Investment Agency)
- Vertretung der deutschen Wirtschaft (Deutsch-Belgisch-Luxemburgische-Handelskammer)
- Informationen in Deutschland: Handelsvertretungen der belgischen Regionen
- Weitere Informationen über Belgien liefert Germany Trade and Invest (gtai)
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