Großbritannien

Geschäftliche Rahmenbedingungen für Handel und Investition

Bislang spielt der Finanzsektor eine wichtige Rolle am Anteil des Bruttoinlandsprodukts. Erklärtes Ziel der aktuellen Regierung ist jedoch, die Entwicklung anderer Wirtschaftsbereiche zu erleichtern und Investitionen und Exporte zu fördern. Ferner soll die regionale Dezentralisierung wirtschaftlicher Aktivitäten forciert werden.

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Wie sich die Rahmenbedingungen nach dem Brexit verändern werden, wird von den Verhandlungsergebnissen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien abhängen. Am 17. Oktober 2019 hat Brüssel eine Einigung verkündet, diese benötigt aber noch die Ratifizierung beider Seiten. Eine Abstimmung des britischen Parlaments am 19. Oktober fiel negativ aus. Germany Trade & Invest, die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing, informiert über Aktuelles zum Brexit. Darüber hinaus hat der DIHK eine Checkliste zum Brexit erstellt. 

Aktuell sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehr liberal, es existiert keine Gewerbeordnung, Unternehmen können somit sehr flexibel agieren. Das Steuersystem ist vergleichsweise einfach und transparent. Ferner sind nach dem Brexit mögliche Steuersenkungen angedacht. Darüber hinaus sollen insbesondere die Produktivität erhöht und Wissenschaft, Forschung und Innovation gefördert werden. Ferner strebt die Regierung eine sektoral und regional ausgewogenere Wirtschaftsstruktur an. Chancen für deutsche Unternehmen ergeben sich beispielsweise im Bereich Energieeffizienz, da dort ein großer Nachholbedarf besteht. Auch gibt es zahlreiche Infrastrukturvorhaben, so sollen zum Beispiel neue Ortschaften entstehen und der Ausbau und die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur wurde zur prioritären Aufgabe erklärt. Chancen können sich auch durch die angestrebte Intensivierung der Handelsbeziehungen Großbritanniens mit dem Commonwealth ergeben.

Einen Kurzüberblick über ausgewählte Aspekte geschäftlicher Rahmenbedingungen in Großbritannien, insbesondere für mittelständische Unternehmen, bietet Ihnen dieses Länderinfo.

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Der britische Markt umfasst gut 66 Millionen Einwohner mit einem BIP/Kopf von gut 35.000 EUR im Jahr 2017. Die einzelnen Regionen des Landes sind wirtschaftlich sehr unterschiedlich aufgestellt: Während das Dienstleistungszentrum im Südosten liegt, befinden sich große Teile der Industrie- und Logistikbetriebe in den Midlands. Schottland dagegen beherbergt das Zentrum der Öl- und Gasförderung und Nordirland befindet sich nach jahrelangem Konflikt weiterhin in einem wirtschaftlichen Aufholprozess, so die Industrie- und Handelskammern in Bayern. Nach Deutschland ist Großbritannien die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas, gemessen am BIP.

Bislang hat der Dienstleistungssektor einen Anteil am BIP von 80 Prozent. Mit Hilfe einer Re-Industrialisierung soll der Aufschwung auf der Insel gelingen, wobei der Schwerpunkt auf Low-Carbon-Technologien im Bau-, Alternativenergie- und Infrastrukturbereich liegen soll. Chancen für deutsche Firmen sieht Germany Trade & Invest vor allem im Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. In diesem Bereich herrscht aufgrund des umfangreichen Altbaubestandes bei den Gebäuden großer Nachholbedarf. Ferner sind in einem nationalen Klimagesetz (Climate Change Act) die Zielgrößen zur Reduzierung von Treibhausgasen festgelegt: Bis 2050 sollen 80 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen werden dürfen im Vergleich zu 1990. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch soll bis 2020 auf 15 Prozent steigen.

Im Jahr 2016 hatte Deutschland einen Anteil von fünf Prozent am Bestand ausländischer Direktinvestitionen. Deutsche Produkte machten im Jahr 2017 einen Anteil von knapp14 Prozent an den gesamten Importen Großbritanniens aus, was Platz 1 bedeutet. Bei den Hauptabnehmerländern britischer Produkte belegt Deutschland Platz zwei hinter den USA mit fast elf Prozent.

Informationen auf Deutsch zu verschiedenen Wirtschaftsbranchen bietet die Förderagentur des Landes. 

Für Hermes-Bürgschaften gibt es keine OECD-weit gültige Entgeltkategorie. Die Entgeltberechnung erfolgt anhand eines Markttests. Als geläufiges Zahlungsmittel gilt der Scheck, der jedoch keine Sicherheit bietet, da seine Nichteinlösung strafrechtlich irrelevant ist. 

In Großbritannien sind Online-Shopping und elektronische Bezahlsysteme alltäglicher als in Deutschland. Beim Shoppen im Netz gelten die Briten als Weltmeister. Die IHK für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen hat in Zusammenarbeit mit der AHK Großbritannien Informationen zum Online-Handel zusammengestellt. 

Die Währung in Großbritannien ist das Britische Pfund, der aktuelle Wechselkurs zum Euro kann gefunden werden bei der englischen Zentralbank.

  • Im Doing-Business-Report 2020 der Weltbank liegt Großbritannien weltweit auf Platz 8 (Stand: Oktober 2019). Mehr Informationen zur Zusammensetzung der Note ist in dem Report zu finden.
  • Beim Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International belegt die britische Insel Platz 11 (Stand: Januar 2019).
  •  Platz 9 hat das Land beim Global Competitiveness Index des Weltwirtschaftsforums inne (Stand: Oktober 2019).
  • In der Liste der unternehmerfreundlichsten Länder des Wirtschaftsmagazins Forbes belegt Großbritannien Platz 1 (Stand: Dezember 2018).
  • Auf Platz 5 befindet sich das Land beim Global Innovation Index (Stand: Juli 2019). 
  • Beim Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (Digital Economy and Society Index, DESI), mit dem die Digitalisierungsfortschritte der EU-Mitgliedstaaten verfolgt werden, liegt Großbritannien auf Platz 5 (Stand: Juni 2019). 
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Grundsätzlich steht Großbritannien ausländischen Investitionen sehr aufgeschlossen gegenüber.

Es gibt keine mit der deutschen Gewerbeordnung vergleichbare gesetzliche Vorschrift über den handwerklichen bzw. gewerblichen Berufszugang und die Berufsausübung. 

Für die meisten Gewerbe wird keine Gewerbeberechtigung benötigt. Anders sieht es zum Beispiel für Gasheizungsinstallateure oder Elektriker aus. Informationen zu reglementierten Berufen sind zu finden beim Center for ProfessionalInformationen zu reglementiertenBerufen Qualifications in the United Kingdom.

Bislang gilt für EU-Bürger Niederlassungsfreiheit. In Großbritannien gibt es keine Meldepflicht, entsprechend ist eine polizeiliche oder gemeindeamtiche Registrierung nicht erforderlich.

Seit Ende Oktober 2015 gilt der "Modern Slavery Act", danach müssen Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 36 Millionen Pfund nachweisen, wie sie moderne Sklaverei in ihrem Betrieb verhindern wollen.

Zu Interkulturellem: Nicht alle Briten sind Engländer. Im perönlichen Umgang sollte man auf unterschiedliche Identitäten, die es in England, Wales, Schottland und Nordirland gibt, Rücksicht nehmen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie bei gtai.

In Großbritannien fand am 23. Juni 2016 ein Referendum über den Austritt aus der EU statt, mit einer Mehrheit für den Austritt. Zum Brexit hat gtai eine Sonderseite erstellt.

Über die Folgen des Brexit für verschiedene Bereiche veröffentlicht die EU-Kommission laufend Informationen.

Unabhängig von der rechtlichen Konstruktion gilt die Gründung einer Firma als vergleichsweise unbürokratisch und einfach, so die Industrie- und Handelskammern in Bayern. 

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Für gewöhnlich werden folgende Gesellschaftsformen unterschieden:
- der sole trader
- die limited companies (public and private)
- business partnership
Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der offiziellen Internetplattform des Landes.

Es gibt keine Beschränkung für den ausländischen Höchstanteil. Auslandsinvestoren wählen überwiegend die Private Company Limited by Shares, die der GmbH ähnlich ist. Die Haftung ist auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt. Ein Mindestkapital ist bei dieser Gesellschaftsform nicht vorgeschrieben, üblicherweise liegt das Nominalkapital jedoch bei zum Beispiel 1.000 Pfund Sterling, das in Anteile zu je 1 Pfund Sterling gestückelt ist.

Merkblätter zur Unternehmensgründung bietet das„Companies House“ (staatliche Behörde inkl. Handelsregister).

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Die Registrierung von Unternehmen erfolgt im Firmenregister (Registrar of Companies) beim „Companies House“. Die Zentrale sitzt in Cardiff, je nach Standort des eigenen Unternehmens wendet man sich aber an London oder Edinburgh (bzw. Belfast). 

Companies House London Information Centre
4 Abbey Orchard Street Westminster, LONDON SW1P 2HT

Companies House (England und Wales)
Crown Way, CARDIFF CF143UZ, DX 33050 Cardiff

Companies House (Scotland)
4th Floor Edinburgh Quay 2, 139 Fountainbridge, EDINBURGH EH3 9FF, LP - 4 Edinburgh 2 (Legal Post) or DX ED235 Edinburgh 1

Companies House (Nordirland):
Second Floor. The Linenhall, 32-38 Linenhall Street, Belfast, BT2 8BG or DX 481 N.R. Belfast 1

Die einzelnen Stellen sind über folgende Zentrale zu erreichen:
Tel.: +44 303 1234 500
Internet: https://www.gov.uk/government/organisations/companies-house

Auf Deutsch finden Sie einige Hinweise über rechtliche Rahmenbedingungen bezüglich der Unternehmensanmeldung in Großbritannien bei der Förderagenturdes Landes.

Companies House hat eine Reihe von Leitfäden rund um Unternehmensformen, Jahresabschlüsse, Schließung von Unternehmen etc. herausgegeben.

(Corporation Tax)

Seit 1. April 2015 wird kein Unterschied mehr gemacht, ob der Gewinn 300.000 britische Pfund oder weniger beträgt. Im Gegensatz zu früher gibt es jetzt nur noch einen einheitlichen Körperschaftsteuersatz. 

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Angedacht ist diesen ab dem Jahr 2020 auf 17 Prozent zu senken. Seit April 2017 beläuft sich der Satz auf 19 Prozent.

Nähere Informationen bietet die zentrale Internetplattform des Landes.

Die Kanalinseln (Guernsey, Jersey, Alderney und Sark) sowie die Isle of Man haben eigene Regelungen zur Besteuerung von Gesellschaften.

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(= Value Added Tax)

Der Normalsteuersatz beträgt seit 4. Januar 2011 20 Prozent. Der reduzierte Satz von fünf Prozent gilt z.B. für den privaten Energieverbrauch. Der Nullsatz gilt u.a. für Bücher, Kleinkinderbekleidung und viele Nahrungsmittel.

Details zu den Mehrwertsteuersätzen liefert die zentrale Internetplattform des Landes. 

Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 85.000 GBP müssen sich für die Mehrwertsteuer registrieren lassen, darunter ist dies freiwillig.

Unternehmen mit einem Umsatz bis 150.000 GBP können eine „flatrate“ nutzen, diese hängt von der Art des Unternehmens ab.

Informationen zu VAT finden Sie bei der zentralen Internetplattform des Landes.

Kontakthinweise für allgemeine Fragen zu VAT sind ebenfalls über die zentrale Internetplattform des Landes gefunden werden. 

Der Text des aktuellen DBA zwischen Deutschland und Großbritannien ist erhältlich über das Bundesfinanzministerium (-> Themen -> Steuern -> Internationales Steuerrecht -> staatenbezogene Informationen).

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Der Zahlungsverkehr ist voll liberalisiert. Die Devisenkontrolle wurde abgeschafft.

Wenn ein Bargeldbetrag 10.000 Euro übersteigt und von außerhalb der EU nach Großbritannien eingeführt oder von Großbritannien ausgeführt werden soll, muss eine Deklaration erfolgen.  

Unabhängig davon können hiesige Behörden aufgrund des Proceeds of Crime Act Bargeldbeträge über 1.000 GBP beschlagnahmen, sofern deren Legitimität nicht nachgewiesen werden kann. Das Außenwirtschaftszentrum Bayern empfiehlt daher bei der Mitnahme größerer Geldbeträge Dokumente wie Bankauszüge, Kaufverträge etc. dabei zu haben.

Das britische Pfund ist offizielles Zahlungsmittel in England, Wales, Schottland und Nordirland, das Wechselkürzel GBP steht für Great Britain Pound. Den aktuellen Wechselkurs zum Euro finden Sie bei der Bank of England. 

Erste Informationen zur Gründung eines Unternehmensstandortes finden Sie auf Deutsch bei der Förderagentur des Landes.

Informationen zu sämtlichen Regeln bei Immobilien sind zu finden auf der zentralen Internetplattform des Landes. 

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Dort finden sich auch Angaben zur Grunderwerbsteuer („Stamp Duty Land Tax“).

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Ein wesentliches Instrument ist das „R&D Tax Credit Scheme“. Kosten für Forschung und Entwicklung können KMU (Unternehmen, die weniger als 500 Mitarbeiter beschäftigen und entweder einen Jahresumsatz unter 100 Millionen Euro haben oder eine Bilanz ausweisen, die unter 86 Millionen Euro liegt) bis zu 230 Prozent absetzen. 

Großunternehmen können bis zu 130 Prozent steuerlich absetzen. Hieran sind bestimmte Bedingungen geknüpft. 

Seit April 2013 gibt es die so genannte Patent Box, d. h. Unternehmensgewinne, die auf Patenten basieren, die sie in Großbritannien angemeldet haben, können mit einem reduzierten Körperschaftsteuersatz von zehn Prozent besteuert werden. 

Ferner können im Rahmen des Capital Allowance Regimes (ein maximaler, jährlicher Abschreibungsbetrag bei Maschineninvestitionen) Investitionen steuermindernd geltend gemacht werden. Seit 1. Januar 2016 liegt die Höchstgrenze bei 200.000 britischen Pfund.

Solange Großbritannien in der EU ist. gelten die Bestimmungen des EU-Binnenmarktes und für Nichtunionsware gilt der gemeinsame Zolltarif der EU.

Die Isle of Man, die Kanalinseln Jersey und Guernsey gehören zwar nicht zur EU, dennoch trifft das Zollregime der EU auf sie zu. 

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Anders hingegen sieht es bei Gibraltar aus, dass zur EU gehört, aber vom gemeinsamen Zolltarif der EU ausgenommen ist.

Im Vorgriff auf den EU-Austritt hat Großbritannien ein eigenständiges Zollgesetz entworfen. Es wurde bereits vom Parlament verabschiedet und von der Königin bestätigt. Es wird noch um Durchführungsverordnungen ergänzt. Erklärungen zum Gesetz sind hier zu finden.

Die nationale Zollbehörde stellt umfangreich Informationen zum Brexit auf ihren Seiten zur Verfügung.

Zum Austritt Großbritanniens aus der EU stellt auch die Europäische Kommission Informationen bereit.

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Wie alle EU-Staaten erhält Großbritannien Mittel aus den EU-Strukturfonds. Die EU-Kommission hat die Richtlinien für das Vereinigte Königreich für die Gewährung staatlicher Beihilfen zur Förderung der regionalen Entwicklung für 2014 bis 2020 genehmigt, mehr dazu in der entsprechenden Pressemitteilung. Für die beiden EU-Strukturfonds Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Europäischer Sozialfonds (ESF) gibt es eine Fördergebietskarte

Im Oktober 2014 haben Großbritannien und die EU-Kommission die Partnerschaftsvereinbarung, in der die Strategie für den landesweiten Einsatz der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds festgelegt ist, unterzeichnet.

In den Operationellen Programmen werden die Ziele dieser Partnerschaftsvereinbarung, die Investitionsprioritäten und konkrete Maßnahmen des Landes und seiner Regionen festgelegt. 

Zur Mittelstandsförderung kann Großbritannien zudem Unterstützungen aus dem EU-Programm COSME (Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für kleine und mittlere Unternehmen) und Horizon (Innovation) landesweit einsetzen. Daneben werden Maßnahmen der Wirtschaftsförderung auch allein aus nationalen bzw. regionalen Haushaltsmitteln finanziert.

Die maximale Förderhöhe wird je nach Region und Unternehmensgröße durch das EU-Beihilferecht bestimmt und begrenzt die Summe aller geldwerten Förderungen durch Staat, Region und Kommune. Solche Höchstförderquoten sind nicht gleichzusetzen mit der tatsächlichen Förderung, die aus einzelnen oder kombinierten Maßnahmen erwächst. Für den Unternehmer gilt daher:

- Wie hoch die tatsächliche Förderung ist, wird durch angebotene Programme definiert;
- Anträge auf Förderung sind an britische Stellen (wie nachfolgend angegeben) zu stellen.

Die Europäische Union unterstützt Unternehmen mit einer breiten Palette von EU-Programmen, die Darlehen, Bürgschaften, Risikokapital und andere Formen der Eigenkapitalfinanzierung bereitstellen. Diese Finanzinstrumente werden von Finanzintermediären wie Banken, Risikokapitalfonds und anderen Finanzinstituten verwaltet. Ansprechpartner sind lokale Kreditinstitute. 

Die nationale Wirtschaftsförderung in Großbritannien unterstützt den Mittelstand und schwache Regionen; der Schwerpunkt liegt auf Forschung und Innovation (siehe auch unter „Steuervergünstigungen“).

- Regionalförderung

Abgesehen von der regionalen Umsetzung von EU-Strukturfonds gibt es noch ein landesweites Förderinstrument, das Programm „Grant for Business Investment (GBI)“. Anträge für das GBI werden jedoch nur noch für „herausragende“ Projekte von mindestens zwei Mio. GBP Fördersumme angenommen. 

Wirtschaftlich gering entwickelte Regionen, die besondere Förderung erhalten können, sind in so genannten Assisted Areas zusammengefasst. 

Ferner wurden so genannte Enterprise Zones errichtet um Neugründungen und die Schaffung neuer Arbeitsstellen zu ermutigen. In diesen Zonen sind finanzielle Anreize mit reduzierten Planungsrestriktionen kombiniert. 

Als regionale Ansprechpartner für mögliche Förderungen sind in England so genannte Local Enterprise Partnerships eingerichtet worden. Ansprechpartner für Wales, Schottland und Nordirland befinden sich im Kapitel "Weitere Ansprechpartner im Investitionsland".

- Mittelstandsförderung

Aufgrund der Vielzahl nationaler, regionaler und lokaler Angebote ist hier eine detaillierte Darstellung nicht möglich und wird auch von den englischen Informationsportalen nicht angeboten. Eine Übersicht über Unterstützungen bietet die zentrale Internetplattform des Landes.

Zur Unterstützung von Unternehmen bietet die britische Regierung Hilfe an. Die thematischen Ansprechpartner  für die Regionen England, Wales, Schottland und Nordirland sind zu finden über die zentrale Internetplattform des Landes.

Zur Stärkung von strukturschwachen Regionen in England wurde der „Regional Growth Fund“ geschaffen. 

Die staatliche British Business Bank will insbesondere KMU unterstützen. Hierbei arbeitet sie mit mehr als 90 Partnern zusammen. Sie selber investiert oder verleiht die Gelder nicht direkt. Mehr Informationen zu den Programmen der Bank finden sich auf ihrer Webseite.

Speziell für Investitionen in nachhaltige Projekte gibt es die Green Investment Group.

Die Einrichtungen des Enterprise Europe Network arbeiten im Auftrag der EU. Sie beraten vor allem mittelständische Unternehmen über EU-Fragen und grenzüberschreitende Kooperationsmöglichkeiten. Der EuropaService der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe kooperiert mit diesem Netzwerk. Die Partner des britischen Enterprise Europe Network sind in 24 Städten zu finden.

Department for International Trade (zuvor UK Trade & Invest)
King Charles Street, Whitehall, London SW1A 2AH - GREAT BRITAIN
Tel.: +44 20 7215 5000
E-Mail: enquiries@invest-trade.uk, Internet: https://www.gov.uk/government/organisations/department-for-international-trade

Department for Business, Energy & Industrial Strategy
1 Victoria Street
LONDON SW1H 0ET - GREAT BRITAIN
Tel.: +44 20 7215 5000
E-Mail: enquiries@beis.gov.uk 
Internet: https://www.gov.uk/government/organisations/department-for-business-energy-and-industrial-strategy

Das Department for Business, Energy & Industrial Strategy (BEIS) ist eine interministerielle Einrichtung.

In Nordirland, Schottland, Wales und London gibt es jeweils eigene Wirtschaftsförderagenturen:

Nordirland: https://www.nibusinessinfo.co.uk/
bzw. https://www.investni.com

Schottland: https://www.mygov.scot/business/
bzw. https://www.sdi.co.uk/

Wales: https://businesswales.gov.wales/

London hat eine eigene Wirtschaftsentwicklungsagentur eingerichtet:
London & Partners
2 More London Riverside
London SE1 2RR
Tel.: +44 20 72 34 58 00
Internet: https://www.londonandpartners.com/

Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer
German-British Chamber of Industry & Commerce
16 Buckingham Gate, LONDON SW1E 6LB - GREAT BRITAIN
Tel.: +44 20 79 76 41 00
Fax: +44 20 79 76 41 01
E-Mail: mail@ahk-london.co.uk, Internet: https://grossbritannien.ahk.de/

Botschaft des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland

Department for International Trade Berlin
Wilhelmstraße 70, 10117 Berlin
Tel.: 030 20457-0
E-Mail: ukingermany@fco.gov.uk

Die zentrale Beratungsstelle für Investoren und Handelsunternehmen ist das Department for International Trade. In den Generalkonsulaten in Düsseldorf und München sind Investitionsberater erreichbar. Sie machen z.B. Standortberatung, informieren über Förderung und stellen Kontakte in der Zielregion her. Je nach Sektor ist der Ansprechpartner in Düsseldorf oder München ansässig: https://www.gov.uk/government/world/organisations/department-for-international-trade-germany

Britisches Generalkonsultat
Department für International Trade Duesseldorf
Oststraße 86, 40210 Düsseldorf
Tel.: 0211 9448-0
E-Mail: DITGermany@mobile.trade.gov.uk

Britisches Generalkonsulat
Department for International Trade Munich
Möhlstraße 5, 81675 München
Tel.: 089 211090
E-Mail: DITGermany@mobile.trade.gov.uk

Folgende Regionalagenturen haben deutsche Repräsentanzen:

Nordirland
Invest Northern Ireland
Kaistraße 7-9, 40211 Düsseldorf
Tel.: 02 11 / 30 21 28-0
E-Mail: info@investni.de, Internet: http://www.investni.de (derzeit in Bearbeitung)

Schottland
Scottish Development International
Kasernenstrasse 27, 40213 Düsseldorf
Tel.: 02 11 / 86 32 - 9 40
Internet: https://www.sdi.co.uk/about-sdi/global-offices/europe-middle-east-and-africa/germany-duesseldorf

Kurzer allgemeiner Einblick mit einer Reihe von Links zu Anlaufstellen in Deutschland und im Investitionsland bietet das Außenwirtschaftsportal Ixpos.

Germany Trade and Invest (gtai) stellt eine Vielzahl von Informationen zu Großbritannien zur Verfügung, darunter auch aus der Reihe „Recht kompakt“.

Leitfaden für Exporte des Außenwirtschaftszentrums Bayern in Zusammenarbeit mit der Außenwirtschaft Österreich

Das statistische Amt veröffentlicht eine Vielzahl von Informationen.

Informationen zu den verschiedenen Wirtschaftsbranchen finden Sie auf der zentralen Internetplattform des Landes.

Informationen auf Deutsch zu den verschiedenen Branchen bietet die Förderagentur des Landes.

Informationen zum Markteintritt in das Vereinigte Königreich veröffentlicht das Unternehmen Blick Rothenberg LLP.

Öffentliche Ausschreibungen aus dem Vereinigten Königreich, die aufgrund ihres Umfangs europaweit publiziert werden, finden Sie unter TED (Tenders Electronic Daily).

Um Geschäftspartner in Großbritannien zu finden, bietet Ihnen der EuropaService verschiedene Möglichkeiten an, die auf unseren Webseiten im Bereich Kooperationsservice vorgestellt werden. In der Rubrik Eurokontakte stehen beispielsweise anonymisierte Kurzprofile britischer Unternehmen, die auf der Suche nach Geschäftspartnern in Deutschland sind. Eine Auswahl internationaler Kooperationsbörsen/Unternehmerreisen findet sich im Bereich Unternehmertreffen und um sein eigenes Profil im Ausland zu veröffentlichen, gibt es die aktive Geschäftspartnersuche. Einzelheiten sind in unserem Leitfaden erläutert. Die Abläufe sind in einer Grafik übersichtlich dargestellt. Bei Fragen helfen wir gern weiter europaservice@dsgv.de, Tel.: 0 30 20225-5798.

Ihre Sparkasse ist Ihr Ansprechpartner auch für alle Fragen rund um die Begleitung internationaler Geschäftsvorhaben. Sie greift für ein breites Informations- und Leistungsangebot auf eigene Kenntnisse, auf Verbundpartner wie den EuropaService, auf ein Netzwerk internationaler Partnerbanken und weitere Spezialisten der Sparkassen-Finanzgruppe zurück. Diese Partner bilden das internationale Netzwerk der Sparkassen-Finanzgruppe.

Hilfestellung, Beratung, Vor-Ort-Begleitung und die passenden Finanzprodukte erhalten Sie aus einer Hand über Ihren Firmenkunden- oder Auslandsfachberater.

Falls Sie noch kein Kunde einer Sparkasse sind und Ihnen Ansprechpartner fehlen, wenden Sie sich einfach an den EuropaService. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Ihre Sparkasse vor Ort können Sie auch mit Hilfe der folgenden Internetadresse finden https://www.sparkasse.de/service/filialsuche.html

© Diese Ausarbeitung oder Teile aus ihr dürfen ohne Erlaubnis des EuropaService der Sparkassen-Finanzgruppe nicht reproduziert werden. Zitate sind mit Nennung der Quelle gestattet. Die Weitergabe durch Institute der Sparkassen-Finanzgruppe an deren Kunden ist frei.

Diese Angaben haben wir mit größtmöglicher Sorgfalt aus vielen Quellen zusammen gestellt. Wegen der sich ständig weiter ändernden Rahmenbedingungen können wir jedoch für Vollständigkeit und Inhalt der Informationen keine Gewähr übernehmen. Komplette Bearbeitung: Stand November 2018. Einige Entwicklungen werden laufend eingearbeitet, ohne dass das Erstellungsdatum geändert wird, die neueste pdf-Version des Länderinfo kann daher am besten jeweils aktuell von der Internetseite (https://europaservice.dsgv.de/laenderinfos/albanien-grossbritannien/grossbritannien.html) generiert werden.

Iris Hemker
Länderinfos, Kooperationsservice


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