Zunehmender Freihandel mit Südostasien und Nordamerika

August 2012

Im Juli 2012 hat die EU-Kommission die Mitgliedstaaten um Zustimmung dazu gebeten, Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Japan aufzunehmen. Mit den ASEAN-Mitgliedern Singapur (März 2010), Malaysia (Oktober 2010) und Vietnam (Juni 2012) laufen bereits Gespräche, die im Falle Singapurs möglicherweise noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Ein Abkommen mit Südkorea war im Oktober 2010 unterzeichnet worden und wird seit dem 1. Juli 2011 angewendet.

Laut Studien im Auftrag der Generaldirektion Handel der EU-Kommission lassen solche Freihandelsabkommen erhebliche positive Auswirkungen auf das BIP, die Exporte und die Importe der EU erwarten. Die Zunahme der EU-Exporte nach Südkorea aufgrund des Abkommens wird auf 25,2 Milliarden Euro geschätzt, und für den künftigen Freihandel mit Japan wird sie in gleicher Größenordnung erwartet. In alle ASEAN-Staaten zusammen könnten die EU-Ausfuhren unter Freihandelsbedingungen sogar um 33,7 Milliarden Euro zulegen.

Für 2012 wird neben Singapur auch der Abschluss eines weiteren Freihandelsabkommens mit Kanada für möglich erhalten. Daraus könnte sich ein Anstieg der EU-Exporte dorthin um 14,6 Milliarden Euro ergeben. Noch größer wäre diese Wirkung mit 29,4 Milliarden Euro für ein Abkommen mit den USA, das allerdings noch in weiterer Ferne liegt. Die EU-Kommission geht davon aus, gegen Ende des Jahres 2012 eine Empfehlung zur Aufnahme von Verhandlungen mit Washington abzugeben.


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