Förderprogramme für den Mittelstand in den 27 EU-Mitgliedstaaten

August 2012

Als Ergänzung zu den Informationen über eigene Zuschussprogramme auf EU-Ebene hat die EU-Kommission Mitte Juni 2012 einen Leitfaden über nationale und regionale Förderprogramme der Mitgliedstaaten zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) veröffentlicht. Bei diesen handelt es sich vielfach auch um Angebote von Darlehen, Bürgschaften, mezzaninen Finanzierungen oder Beteiligungskapital.

In 27 „fact-sheets“ - jeweils in Englisch und der/den Landessprache/n - werden insgesamt 120 Maßnahmen dargestellt und Informationen über Förderzwecke, Voraussetzungen, Umfang und Kontaktmöglichkeiten gegeben. Nach Aussagen der EU-Kommission stehen aus den aufgeführten Programmen insgesamt rund 50 Milliarden Euro für Finanzierungen zur Verfügung.

Zu finden sind die genannten Übersichten als „National sources of finance“ auf der Website ec.europa.eu/enterprise/policies/finance/guide-to-funding/indirect-funding/index_en.htm.

Die Länderübersichten wurden erarbeitet und veröffentlicht als Anhang einer Studie über die Politiken bzw. Maßnahmen von fünf EU-Mitgliedstaaten zur Verbesserung des Zugangs von KMU zu Finanzierungen. Diese hat das britische Centre for Strategy and Evaluation Services (CSES), Sevenoaks, im Auftrag der EU-Kommission erstellt und neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Polen und Schweden untersucht. Die deutschen Studienobjekte waren der KfW-Unternehmerkredit und der High-Tech Gründerfonds.

Interessante Aussagen macht die Studie in Bezug auf das Hausbankprinzip in Deutschland. Dieses führt für KMU zu stabilem und verlässlichem Zugang zur Finanzierung und ist eines der Vorteile des deutschen Systems der KMU-Finanzierung. Ferner wird es als „Best Practice“ angesehen, für die Umsetzung von Förderkrediten auf das Hausbankprinzip zurückzugreifen (im Sinne öffentlich-privater Zusammenarbeit und einer Einpassung der Förderangebote in das „finanzielle Ökosystem“).


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