Wider das weltweite Bienensterben

Juni 2011

Nicht jeder mag sie, aber ihr Produkt wird von vielen geliebt. Und ohne sie sähe unser Essenstisch sehr, sehr mager aus. Kein Wunder, dass das weltweite Bienensterben zunehmend zu einer Bedrohung wird – und der fehlende Honig ist da noch das kleinste Problem.

Wissenschaftler gehen von einem Rückgang der Bienenvölker von 30 Prozent in Europa und in den USA aus, im Nahen Osten sind es sogar 85 Prozent. Die eigentliche Ursache ist noch nicht sicher ermittelt: Ist es die Varroamilbe, sind es Insektizide, sind es Pilze oder Viren oder ist es ein Mix aus allem? Eins ist klar: Die Zeit drängt. Die Biene ist der wichtigste Bestäuber und kann nicht ersetzt werden. Damit gilt sie hinter Rindern und Schweinen als das drittwichtigste Nutztier.

Die EU unterstützt die Suche nach den Ursachen mit der verhältnismäßig bescheidenen Summe von 250.000 EUR für das Sophia Antipolis Labor (ANSES) in Frankreich. Das Labor koordiniert als EU-Referenzlabor Untersuchungen und Forschungen in ganz Europa zum Bienensterben. Die Entscheidung zur Unterstützung resultiert aus einer Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat zur Gesundheit der Honigbiene vom Dezember 2010. Weitere Maßnahmen in Hinblick auf eine gemeinsame Agrarpolitik zum Schutz der Bienen z. B. durch die Erhaltung der biologischen Vielfalt und Eindämmung von Monokulturen werden diskutiert.

 

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