EU ruft für 2011 die „Innovations Union“ aus

Dezember 2010

Spätestens 2011 wird das Thema „Innovationen“ zur Hauptaufgabe innerhalb der EU ausgerufen. Dabei wird es auch darum gehen, die Innovationsbereitschaft und -fähigkeit in den einzelnen Ländern zu stärken, auch um die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen im internationalen Vergleich zu erhalten und zu stützen. Schon jetzt geht die Kommission von einem teils deutlichen Abstand der EU gegenüber den USA oder China aus, wenn es um Patente, Weiterbildung oder Ausgaben für Wissenschaft und Forschung geht.

Eine aktuelle Auswertung von Eurostat, dem europäischen Statistikamt, zeigt freilich auch, dass bereits mehr als die Hälfte der Unternehmen innovativ tätig ist. Entsprechende Angaben wurden von den Firmen für den Erhebungszeitraum 2006 bis 2008 gemacht. Allerdings gibt es zwischen den Ländern erhebliche Unterschiede: Spitzenreiter ist Deutschland, wo 80% der Unternehmen innovativ tätig sind, gefolgt von Luxemburg, Belgien, Portugal und Irland. Schlusslicht ist Lettland mit 24%, hinter Polen, Ungarn, Litauen und Bulgarien.

Interessant daran: Schaut man sich diejenigen Unternehmen an, die in ihrer Innovationstätigkeit mit anderen Unternehmen oder öffentlichen Forschungseinrichtungen aus der EU kooperieren, ändert sich die Rangfolge. Hier liegen Dänemark und Zypern vorn. Und wenn es um eine innovative Zusammenarbeit mit den USA, China oder Indien geht, sind Schweden und Finnland die Spitzenreiter.

In der Befragung wurden u. a. Produkt- und Prozessinnovationen sowie organisatorische und Marketinginnovationen gezählt. Im Zusammenhang mit der Innovationsstrategie der EU wird der Begriff sehr weit gefasst. Hierzu werden beispielsweise auch neue Finanzierungsinstrumente, beschleunigte Patentverfahren sowie Bildungsmaßnahmen gezählt, also nicht ausschließlich technische Forschung und Entwicklung.


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