Einfacher Geschäftspartner in China finden

Juni 2016

Berater in Sparkassen können ihren Firmenkunden jetzt regelmäßig Kurzprofile auf Deutsch von  chinesischen Unternehmen anbieten, die Geschäftspartner in Deutschland suchen. Denn der EuropaService hat China dauerhaft als weiteres Land in den Eurokontakten aufgenommen. Dies sind auf Deutsch übersetzte Kurzprofile aus der Datenbank des Enterprise Europe Network. Noch ist die Auswahl begrenzt, aber die überwiegend aus dem Technologiebereich stammenden Profile werden künftig steigen.

Zurzeit sucht zum Beispiel ein chinesisches Unternehmen eine technische Kooperation oder eine Handelskooperation mit technischer Assistenz in Deutschland. Es hat eine neue Turbinen-Technologie mit besonders dichten Faser-Verbundstoffen entwickelt.

In solchen Kurzprofilen können Sparkassen-Berater und ihre Kunden schauen, ob ein künftiger Partner vorhanden ist. Ist nichts Passendes dabei, können sie wie bislang das Unternehmensprofil anonymisiert in die EU-Datenbank einstellen lassen.

In China arbeiten in neun verschiedenen Städten 13 Partner des Enterprise Europe Network, mit dem der EuropaService assoziiert ist. Gemeinsam führen sie mit Hilfe der Datenbank chinesische und deutsche Unternehmen zusammen.

Derzeit befinden sich Kurzprofile aus 51 Ländern in den Eurokontakten. Aus Asien sind es neben China auch Japan, Singapur, Süd Korea und Taiwan. Aktiv kann sogar in 65 Ländern nach Partnern gesucht werden. Damit verfolgt die EU das Ziel, KMU wichtige internationale Wachstumsmärkte zu eröffnen.

Aktuell hat die EU-Kommission mit der Hohen Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik die Gemeinsame Mitteilung „Elemente für eine neue China-Strategie der EU“ angenommen. Hiermit wollen sie für Beschäftigung und Wachstum in Europa sorgen.

Dass China Chancen bietet, davon ist Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank überzeugt. Anders als andere Experten sieht er kein Problem darin, dass das Reich der Mitte „nur noch“ um knapp 7 Prozent wächst. Denn wer Prozentrechnung beherrsche, wisse, dass es jetzt 7 Prozent von einem größeren Ausgangswert seien, so der Chefvolkswirt auf dem jüngsten S-CountryDesk Workshop.

Positiv stimmt Hellmeyer auch, dass die Chinesen, die Seidenstraße wieder neu beleben. Denn das Land führe damit echte Strukturmaßnahmen durch und betreibe nicht nur Kosmetik.

Kommt es zu Geschäftsreisen in Länder, die ein besonderes Sicherheitsbewusstsein verlangen, empfiehlt das Landesamt für Verfassungsschutz Hamburg: „Statten Sie Notebooks nur mit minimaler Konfiguration aus. Lassen Sie Ihre Geschäftsunterlagen nicht unbeaufsichtigt, auch nicht im Hotelsafe. Tragen Sie wichtige Daten auf elektronischen Speichermedien immer am Körper, zum Beispiel auf einem USB-Stick.“

Für Verhandlungen gibt Dr. Fritz Audebert, Gründer der ICUnet.AG, deutschen Firmen folgenden Tipp: „Während in Deutschland die Sektkorken knallen, wenn ein Vertrag unterschrieben ist, fangen für Chinesen die Verhandlungen dann erst an.“

Erste Erfahrungen können KMU auf Unternehmertreffen sammeln, auf die der EuropaService regelmäßig hinweist.

Mehr Informationen unter http://europaservice.dsgv.de 


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