Über Europas Grenzen hinaus

November 2015

„Wir müssen uns umfassend in das internationale Firmenkundengeschäft hineintrauen.“ So jüngst Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands. Eine Möglichkeit im Non-Banking-Bereich die Firmenkunden anzusprechen, bietet der EuropaService der Sparkassen-Finanzgruppe – der Partner für Beratung und Hilfestellung „rund um Europa“.

Anders als der Name EuropaService vermuten lässt, reichen seine Dienstleistungen dabei über die EU-Binnenmarktgrenzen und Europa hinaus. So bietet der EuropaService beispielsweise Länderinfos zu 41 Ländern an, die geschäftliche Rahmenbedingungen enthalten: Neben den EU-Staaten gehören zum Beispiel auch Belarus oder die Türkei dazu.

Weißrussland liegt dabei sogar auf Platz drei der Top 10 der meistgefragten Länderinfos. Ein Land, das deutschen Unternehmen zahlreiche Chancen bietet sich dort wirtschaftlich erfolgreich zu betätigen, wie jüngst auf dem Tag der belarussischen Wirtschaft in Berlin deutlich gemacht wurde. So ist Belarus dabei, sich massiv zu modernisieren wie zum Beispiel in der Holzbearbeitung, Energiegewinnung, kommunalen Infrastruktur, Schwerindustrie, Chemie, Lebensmitteltechnologie, Logistik und Transport. Bereits jetzt ist die deutsche Wirtschaft dort mit ca. 360 Unternehmen und 100 Repräsentanzen vertreten, so die AHK Belarus.

„Bislang sind jedoch gerade einmal 13 Prozent der europäischen KMU auf Märkten außerhalb der EU aktiv“, konstatiert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag. Um kleinen und mittleren europäischen Unternehmen wichtige internationale Wachstumsmärkte zu eröffnen, wurde das Enterprise Europe Network (EEN), mit dem der EuropaService assoziiert ist, schrittweise erweitert. „Ökonomen erwarten, dass in den nächsten fünf Jahren 90 Prozent des Weltwirtschaftswachstums außerhalb der EU stattfinden wird“, erklärt Thomas Steiert, Projektberater der Exekutiv-Agentur für kleine und mittlere Unternehmen des Netzwerks.

„Im Focus der gegenwärtigen Erweiterungsbemühungen bleiben vor allem die wachstumsstarken Märkte in Südost-Asien. Aber auch die großen Wachstumsmärkte in Süd-Amerika und die sich entwickelnden Länder auf dem afrikanischen Kontinent. Allein in diesem Jahr sind folgende Länder in das Netzwerk aufgenommen worden: Singapur, Taiwan, Indonesien, Weißrussland, Neuseeland, Georgien, Argentinien, Peru, Paraguay und Jordanien. Die wichtigsten Auswahlkriterien bei der Aufnahme neuer Länder seien die Wachstumsstärke, die Größe des Marktes sowie die Rechtssicherheit für europäische Unternehmen, so Steiert.

Durch seine Zusammenarbeit mit dem gegenwärtig weltgrößten Geschäfts- und Innovationsnetzwerk mit etwa 4.500 Mitarbeitern in rund 600 Partnerorganisationen wie Handelskammern oder regionalen Entwicklungsagenturen, kann der EuropaService den Sparkassen dabei helfen Geschäftspartner für ihre Firmenkunden in mittlerweile 63 Länder zu finden. Die deutschen Unternehmen können dabei entweder ihr eigenes Profil und ihre Wünsche an ausländische Kooperationspartner in der geschützten Datenbank des Netzwerks veröffentlichen lassen oder sie suchen in bereits eingestellten Profilen ausländischer Unternehmen einen passenden Partner.

„Man kann nur gewinnen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen bieten sich gute Kooperationsmöglichkeiten, da dies die Zielgruppe des EU-Netzwerks ist.“ „Ich war erstaunt, dass uns bei der Suche nach Vertriebspartnern im Ausland ausgerechnet unsere Sparkasse helfen konnte.“ – So einige der Reaktionen erfolgreich vermittelter Sparkassenkunden.

Mehr Infos unter http://europaservice.dsgv.de

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